Dr. Knaf führt Rodgau-CDU

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Der Vorstand der Rodgaupartei: Dieter Panckow (stellvertretender Vorsitzender), Margit Müller Ollech (Stellvertreterin), Schatzmeisterin Rita Beuchert, Ewald Simon (dahinter, Beisitzer), Heiko Lautenschläger (Mitte, Stellvertreter), Stefan Trageser (Beisitzer) und Dr. Bernhard Knaf (Vorsitzender). Der Landtagsvizepräsident Frank Lortz (rechts) leitete die Sitzung.

Nieder-Roden ‐ Die Hauptversammlung der CDU wurde erst am Ende so richtig spannend. In einem der letzten Wahlgänge, als es um die Beisitzer ging, bescherte der Saal Hans-Jürgen Lange mit 53 Ja-Stimmen das schlechteste Ergebnis des Abends. Von Bernd Pelka

Lange nahm die Wahl nicht an. 83 Mitglieder kamen zur Versammlung, fünf aus dem Ortsverband Jügesheim, 25 aus Nieder-Roden, 28 aus Dudenhofen, acht aus Hainhausen und 17 aus Weiskirchen.

Sonst gab es während des Treffens im Bürgerhaus Nieder-Roden keine Überraschungen. Die Wahlberechtigten bestimmten Dr. Bernhard Knaf für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden (68 Ja-Stimmen bei 80 abgegebenen Voten). Seine Stellvertreter sind Margit Müller-Ollech (63 Ja-Stimmen), Heiko Lautenschläger (72 Ja-Stimmen) und Dieter Panckow (75 Ja-Stimmen). Schatzmeisterin bleibt Rita Beuchert. 71 Parteimitglieder entschieden sich für sie. Beisitzer sind Frank Berg, Stefan Trageser und der Hainhäuser Ortsvorsteher Ewald Simon. Die Kasse prüfen Martina Schwabe, Winfried Ott und Bernhard von der Au.

„Kollegial zusammenarbeiten“

Dr. Knaf schwor die Mitglieder auf mehr Einigkeit ein und attestierte ein „Kommunikationsdefizit“ innerhalb der Partei. Es sei nach dem internen Streit mit dem früheren CDU-Mitglied und knapp abgewählten Bürgermeister Alois Schwab zwar gelungen, „auf Ebene der Mandatsträger und des Vorstands wieder kollegial zusammenzuarbeiten“. Die Union habe es aber nicht geschafft, dies auch „den Mitgliedern zu vermitteln“. Ein deutliches Zeichen dafür sei das deprimierende Abschneiden der eigenen Kandidatin Anette Schweikart-Paul bei der Bürgermeisterwahl im Herbst gewesen.

Der Vorsitzende ging auch auf die Rolle der CDU als Rathaus-Opposition ein. Es komme nun darauf an, sich nicht in die Defensive drängen zu lassen. Ausdrücklich nahm Dr. Knaf die CDU-Dezernentin Hildegard Ripper in Schutz. Im Magistrat werde alles schön geredet „und draußen wird Hildegard Ripper gemobbt und indirekt zum Rücktritt aufgefordert“. Dr. Knaf forderte mehr Rückendeckung für die eigene Dezernentin. Ähnlich argumentierte der Fraktionsvorsitzende Clemens Jäger in der längsten Rede des Abends. Er griff die Rathaus-Mehrheit aus SPD, Grünen, FDP und FWG scharf an. Die Kooperation verbrenne mit ihren Beschlüssen Geld und hinterlasse einen Scherbenhaufen.

Quelle: op-online.de

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