Knochenbrüche nicht in extremer Zahl

Rodgau (eh) ‐ Trotz der langen Schnee- und Eiszeit der letzten Wochen verzeichnet der Rettungsdienst der Johanniter-Unfallhilfe (JUH) nicht mehr Knochenbrüche als in einem normalen Winter.

„Nur an Tagen mit Blitzeis und Eisregen ist eine steigende Zahl an Stürzen zu beobachten“, sagt Rettungsdienstleiter Sven Korsch. Vor solch extremen Wetterlagen seien Rodgau und Rödermark in diesem Winter bisher verschont geblieben. Nur kurzzeitig sei überfrierende Nässe aufgetreten. Zudem würden die Wege zunehmend besser gestreut. Dies gelte nicht nur für Privatleute: „Auch die Kommunen sind in den letzten Jahren sehr dahinter her.“ Fußgängerwege an Ampeln und Zebrastreifen würden in Rodgau und Rödermark zuverlässig mit Salz behandelt.

Wie schmerzhaft ein Sturz sein kann, musste unsere Leserin Sylvia Scholz aus Jügesheim dieser Tage erleben, als sie auf einer glatten Treppe ausrutschte. Ihr Arzt empfahl ihr, mit dem geschwollenen Bein gleich eine Klinik aufzusuchen. Einen Beförderungsschein für eine Krankenfahrt im Taxi könne er aber nicht ausstellen. Was nun? Die Jügesheimerin wandte sich an die Redaktion unserer Zeitung: „Jetzt sitze ich daheim, halte den Schmerz aus und weiß nicht, ob etwas gebrochen ist.“ Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) erklärte sich auf Anfrage umgehend zur Übernahme der Kosten bereit, Sylvia Scholz musste nur den gesetzlichen Eigenanteil bezahlen. DAK-Pressesprecher Claus Uebel: „Ambulante Fahrten im Taxi werden nicht mehr bezahlt. Aber im Notfall übernimmt die DAK selbstverständlich nach wie vor die Kosten. Die Patientin könnte ja sogar mit einem Krankentransportwagen gefahren werden.“ Die Röntgen-Untersuchung in der Asklepios-Klinik ergab übrigens einen Knochenriss, der operiert werden muss.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio/Siegfried Fries

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