Koalitionsaussage vermisst

Rodgau (bp / eh / lö) - Ralf Kunert, Vorsitzender der SPD Rodgau-Nord, war bitter enttäuscht über das schlechte Bundestagswahlergebnis seiner Genossen. „Ich hatte allerdings nichts anderes erwartet.

Wir hatten keine klare Konzeption. Wir in Rodgau haben eine eindeutige Koalitionsaussage vermisst.“ Ähnlich äußert sich SPD-Stadtverbandsvorsitzender Gerd Bender: „Ich wage es kaum zu sagen, aber die Frau Ypsilanti hat in Hessen mit dezidierten Aussagen fast 38 Prozent geholt. Der Bundespartei hat das nicht gepasst. Jetzt hat sie ihr eigenes Ergebnis zu vertreten.“ Bender bedauert das Ende der Regierungsbeteiligung seiner Partei im Bund, „zumal in den nächsten Jahren die Verteilung der Krisenmassen ansteht“.

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Als „beeindruckende Demonstration der Fähigkeit zu differenzieren“ bezeichnete Winno Sahm, Fraktionsvorsitzender der Grünen, das unterschiedliche Wählervotum bei den drei Wahlen vom Sonntag. Über das Ergebnis seiner Partei auf Bundesebene konnte er sich nicht uneingeschränkt freuen: „Es ist schlimm, wenn man dazugewinnt und trotzdem keine Gestaltungsmöglichkeit hat.“

Glücklich über das Ergebnis der Bundestagswahl zeigte sich FDP-Ortsvorsitzender Michael Schüßler: „Wir liegen in Rodgau über dem Bundestrend. Das zeigt, dass wir hier eine stabile Kraft geworden sind.“ Es gelte nun, diese Wähler auch für die Kommunalwahl zu gewinnen.

Dr. Thomas Kilz (CDU) lobte das gute Abschneiden der Direktkandidatin Patricia Lips. Fast 43 Prozent seien „ein starker Rückenwind“.

Quelle: op-online.de

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