Gedankenspiele zum Gewerbegebiet an der Hegelstraße

Kommt Mc Donald’s nach Dudenhofen?

+
Am Gewerbestandort Hegelstraße ist noch Platz. Der bestehende Modemarkt Belmodi könnte sich leicht erweitern. Und als Neuansiedlung ist wohl ein Schnellrestaurant im Gespräch – womöglich ein Mc Donald’s. Der war früher auch schon angedacht für eine Fläche gegenüber der Zufahrt zum Badesee in Nieder-Roden.

Rodgau - Die Idee einer Einkaufsmeile in Jügesheim ist noch nicht gestorben. Auch das kleine Fachmarktzentrum an der Hegelstraße in Dudenhofen kann noch wachsen. Vielleicht siedelt sich dort sogar ein Schnellrestaurant wie Mc Donald‘s an. Von Ekkehard Wolf 

Kommt Mc Donald‘s nach Dudenhofen? Ein Verkehrsgutachten im Auftrag der Stadt zeigt, dass im Rathaus darüber nachgedacht wird. In dem Gutachten geht es um die Verkehrsbelastung der Ortsdurchfahrt Weiskirchen, die auch von der Entwicklung in anderen Stadtteilen abhängt. Edwin Mayer von der Ingenieurgesellschaft Habermehl und Follmann sprach Ende November im Verkehrs- und Umweltausschuss über die Grundlagen der Verkehrsprognose für 2020. Dazu zählten die Innenstadtentwicklung Jügesheims mit 10.050 Autos mehr pro Tag sowie in Dudenhofen ein größerer Belmodi-Modemarkt (plus 1500 Quadratmeter) und Mc Donald‘s (450 Quadratmeter).

Spekulationen über ein solches Schnellrestaurant gibt es seit einigen Jahren. Neu ist, dass es in den Auftrag für eine Verkehrsberechnung einfließt. „In dem Chart stand etwas drin, was nicht drinstehen sollte“, sagt Bürgermeister Jürgen Hoffmann auf Anfrage. Es gebe bisher keine Gespräche mit Mc Donald‘s und keine konkreten Pläne. Der Name der Burger-Braterei stehe lediglich als Platzhalter für einen Betrieb der Systemgastronomie.

„An der Hegelstraße sind Entwicklungspotenziale vorhanden“, betont der Bürgermeister. Die Ausgangslage sei sehr gut. Die Stadt wolle die Entwicklung positiv begleiten: „Wir führen im Moment eine sehr intensive, kreative Diskussion.“ Man müsse sich davon frei machen, den derzeitigen Gebäudebestand als unveränderlich anzusehen. Ein Blick in den Bebauungsplan D 6.1 aus dem Jahr 1979 zeigt: Im Gewerbegebiet sind nicht nur Flachbauten zugelassen, sondern zwei- und dreistöckige Gebäude mit einer Höhe von bis zu zwölf Metern. Die bisherigen Einkaufsmärkte (Rodgau-Center, Toom-Baumarkt, Edeka) reizen diese Möglichkeiten nicht voll aus. Außerdem gibt es ein rund 8.500 Quadratmeter großes Grundstück, das noch unbebaut ist. Es liegt neben dem ehemaligen Eloxalwerk Chmelik an der Ecke Hegel-/Raiffeisenstraße.

Lesen Sie dazu auch aus Langen:

Schon bald gibt¿s Burger

Und was wird aus dem Eloxalwerk selbst? Sind auch die Werkshallen ein Teil der Überlegungen zur Erweiterung des Fachmarktzentrums? Bürgermeister Hoffmann hält sich bedeckt: „Das könnte eine Rolle spielen. Da muss man aber erst mal mit den Eigentümern sprechen. Im Moment ist es schwierig, Kontakt aufzunehmen.“ Auch die Innenstadtentwicklung in Jügesheim ist darauf angewiesen, dass die Haus- und Grundeigentümer mitziehen. Die Stadt werde sie zu einer weiteren Gesprächsrunde einladen, kündigt der Bürgermeister an. Derzeit deute allerdings viel darauf hin, dass sich der Fokus auf eine Neubebauung des ehemaligen Feuerwehrgeländes am Schwesternhaus richte. In ihrem Kooperationsvertrag sprechen SPD, Grüne, FDP und Rodgauer Liste in diesem Zusammenhang davon, die Nahversorgung müsse im Mittelpunkt stehen.

Asia-Burger mit Fisch, Nudeln und Frucht

Diese „kleine Lösung“ hatte Projektentwickler Guido Berndt bereits im Mai ins Gespräch gebracht, als er nach einjähriger Arbeit sein Zwischenergebnis vorstellte. Die „große Lösung“ wäre eine Einkaufsmeile zwischen Kirche und Turnhalle Ostring. Berndt versucht eine Ladenstraße zu konzipieren, die in den Ort passt und mit der alle leben können. Das Stadtparlament will kein Einkaufszentrum à la Rathauscenter Dietzenbach.

Doch auch eine Ladenstraße muss sich für einen Geldgeber rechnen. Das Problem: Die finanziellen Interessen der Hauseigentümer und eines künftigen Investors liegen laut Berndt zu weit auseinander. „Für den Investor wird die Kaufpreissumme nicht leistbar sein“, sagte er im Mai. Zuschüsse aus Steuergeldern könnten einen Ausgleich schaffen. Ein Antrag der Stadt auf Landesgelder aus dem Programm „Stadtumbau Hessen“ war jedoch nicht erfolgreich. Ob die Stadt im nächsten Jahr erneut einen Antrag stellt, ist ungewiss. Ein „Nahversorger in der Zentrallage des Stadtteils“ liegt dem Bürgermeister besonders am Herzen: „Gerade den Älteren fehlt es an Einkaufsmöglichkeiten.“ Das habe nichts mit schneller, höher und weiter zu tun, sondern mit dem täglichen Bedarf.

Foodtrucks - Deluxe-Straßenimbiss auf Rädern

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare