Konflikt um Bau des „Medicum Rodgau“

Medicum: Parkplatz hat Vorrang

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Nieder-Roden - Wenige Wochen vor Ablauf der Baufrist für das Ärztezentrum „Medicum“ hat der Magistrat noch kein weiteres Vorgehen festgelegt. Bürgermeister Jürgen Hoffmann sagte gestern auf Anfrage, der Magistrat werde alle möglichen Schritte erörtern.

Dafür sei ja noch Zeit bis Mitte Februar. Dass der Investor die 44 Parkplätze wiederherstellt“, habe für die Stadt oberste Priorität, so Hoffmann. Zudem sei der Sachstand der Baugenehmigung für das Ärztezentrum zu klären. Es gebe eine kleine Chance, dass das „Medicum Rodgau“ doch noch gebaut werde. Falls dies nicht geschehe, seien die Handlungsmöglichkeiten der Stadt begrenzt. Dann gebe es lediglich zwei Möglichkeiten: eine Vertragsstrafe oder die Rückabwicklung der Grundstücksgeschäfte.

Der Bürgermeister kündigte an, er wolle versuchen, den Investor im Lauf dieser Woche zu erreichen. Sein letztes Gespräch mit Uwe Werkmann (Dietzenbach) liegt mehrere Wochen zurück. Im Konflikt um den Bau des „Medicum Rodgau“ strebe die Stadt eine einvernehmliche Lösung an, betonte Hoffmann. Nur gemeinsam könne man etwas erreichen. Niemand unterstelle dem Investor eine böse Absicht.

Auch Erster Stadtrat Michael Schüßler unterstreicht die angestrebte Einigung. Die juristische Sachlage sei so komplex, dass sich ein Streit über Jahre hinziehen könne. Bei Grundstücken, die sich in Privateigentum befinden, könne die Stadt nicht einfach eingreifen. Auch eine Rückabwicklung der Parkhaus-Baustelle greife in Eigentumsrechte ein. 

eh

Quelle: op-online.de

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