Konkurrenz für etablierte Parteien

Rodgau (eh) ‐ Nach der knapp verlorenen Bürgermeisterwahl will der Wählerverein „Zusammen mit Bürgern“ weitermachen. Der Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, mit einer eigenen Liste zur Kommunalwahl im März 2011 anzutreten.

Dies kündigten vier Mitglieder des Vereins gestern vor der Presse an. Bürgermeister Alois Schwab ließ jedoch offen, ob er als Spitzenkandidat antrete. Er wisse noch nicht, was seine berufliche Zukunft bringe. Bisher ist er als „ausschließlich unterstützter Kandidat“ in der Vereinssatzung festgeschrieben.

Die rund 220 Mitglieder, so Schwab, entscheiden voraussichtlich im Dezember über eine Satzungsänderung. Die Kandidatenliste werde dann „irgendwann im nächsten Jahr“ erarbeitet. Als Kandidaten stehen neben Schwab unter anderem die Studentin Martina Sertic und der Fernsehredakteur Klaus Möller (von 1983 bis 1989 Mandatsträger der Grünen) zur Verfügung. Auch die beiden verbliebenen Mitglieder der CSG-Fraktion, Hermann Jäger und Franziska Resch, wollen laut Jäger auf diese Liste. Sie waren 2006 als CDU-Mitglieder angetreten und wenige Monate später aus der Unionsfraktion ausgeschlossen worden.

Der Verein „Zusammen mit Bürgern“ sieht sich als Alternative zu den etablierten Parteien, ebenso wie die Freien Wähler „Bürger für Rodgau“, die seit 2001 im Stadtparlament vertreten sind (derzeit mit zwei Abgeordneten).

Zum Wohl von Rodgau“ wolle man Politik machen, fasst Hermann Jäger zusammen. Inhaltliche Ziele sollen im nächsten Jahr formuliert werden. Offene Diskussionen ohne hierarchische Struktur und ohne persönliche Verunglimpfungen nennen Alois Schwab und Klaus Möller als Elemente ihres neuen Politikstils. Auf die Frage, wie viele der 45 Parlamentssitze sich der Wählerverein erhoffe, sagte Schwab gestern lächelnd: „20 plus X“. Seit der Bürgermeister-Stichwahl, bei der er mit 49,6 % nur Zweiter wurde, habe er viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Pelka

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