Kooperation im Aufwind

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Die Wahlhelfer haben viel schneller gearbeitet als erwartet.

Rodgau (bp/eh) - Früher als erwartet hatten die Stimmenauszähler im Rathaus ihre Mammutaufgabe erledigt. Das vorläufige Endergebnis der Wahlen zum Stadtparlament lag bereits heute Nachmittag vor.

Dr. Bernhard Knaf (CDU): „Das Wahlergebnis ist schlecht. Wir haben aber unser Ziel erreicht, stärkste Fraktion zu werden. Uns hat natürlich ZmB geschadet, darunter sind viele ehemalige CDU-Wähler. Wir nehmen die Oppositionsrolle an und werden versuchen, sie gut auszufüllen. Wir gehen davon aus, dass wir nach gutem demokratischen Brauch wieder den Stadtverordnetenvorsteher stellen.“

Jürgen Kaiser (SPD): „Die Wähler haben die bestehende Mehrheit mit noch mehr Sitzen als bisher ausgestattet. Das ist positiv. Wir hätten unsere zwei verlorenen Sitze natürlich gern behalten. Beim Hoch der Grünen war das aber schwer.“ Kaiser schloss Koalitionsgespräche mit der CDU und mit „Zusammen mit Bürgern“ aus. Ein Fortbestehen der Kooperation könne er persönlich sich gut vorstellen. Dazu sei aber ein Delegiertenbeschluss nötig.

Klaus Möller (ZmB), „Zusammen mit Bürgern“: „Ich bin glücklich, dass wir so viel Zuspruch für unsere Idee des Runden Tischs bekommen haben. Wir hoffen auf ein gutes Miteinander im Parlament, um im Sinne der Rodgauer die Politik zu machen, die sie von uns erwarten.“

Heino Reckließ (FDP): „Die Kooperation wurde gestärkt. Bürgermeister Hoffmann und Stadtrat Schüßler stehen auf sicherem Fundament. Die FDP hat in Rodgau als Team super zusammengearbeitet. Trotz guten Zulaufs wird die radikale Wählergruppe ZmB keinen Einfluss auf die Kommunalpolitik haben.“

Winno Sahm (Grüne): „Wenn sich die Fraktionsstärke verdoppelt, kann man nicht unzufrieden sein. Die Kooperation ist bestätigt. Wir rechnen jetzt endlich wieder mit einem Sitz im Magistrat. Ich persönlich bin hochzufrieden mit der höchsten Anzahl an Einzelstimmen.“

Karl-Heinz Dauth (Freie Wähler): „Die Kooperation kann ihre Arbeit fortsetzen, wie sie es vor der Wahl gesagt hat. Die Großwetterlage hat den Grünen mehr genutzt als uns. Für ZmB sind sieben Sitze mehr als genug.“

Heiko Stenzel (Die Linke): „Wir sind sehr enttäuscht, da wir uns Fraktionsstatus erhofft hatten. Aber wir sind wohl in den Negativ-Sog unserer Bundespartei geraten.“

Quelle: op-online.de

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