Maß überschritten?

Krach an A3 und B45: SPD will Lärmpegelmessung

Rodgau - Die SPD fordert Lärmpegelmessungen nahe der A3 und der B45. Das soll belegen, dass der Verkehrslärm in der Nacht dort das Maß des Erträglichen übersteigt und Anwohnern den schlaf raubt.

Deshalb soll auch eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h eingeführt werden – die diene auch der Unfallvermeidung. Genau dies hatte die hessische Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil jüngst abgelehnt. Und zwar mit dem Hinweis darauf, dass Rechenmodelle den Eindruck der Genossen nicht bestätigen. Der „maßgebliche Beurteilungspegel“ werde nachts nicht überschritten – zumindest rein rechnerisch.

Die Sozialdemokraten wollen sich mit dieser Ablehnung aufgrund theoretischer Rechenmodelle aber keineswegs zufriedengeben. Sie fordern anstelle pauschaler Rechenmodelle eine Beurteilung der tatsächlichen örtlichen Belastung durch eine Lärmpegelmessung, „in der Lärmspitzenwerte nicht weggerechnet werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es gehe bei nächtlichem Lärm nicht um Mittelwerte oder Lärmmodelle, sondern um die besonderen Schallspitzen, die durch Raser, Beschleunigungsvorgänge, Motorräder und besonders laute LKW vor Ort entstehen. Jede dieser Schallspitzen könne zur nächtlichen Ruhestörung und damit auch zum Aufwachen führen. Es sei daher unerlässlich, diese Vorgänge über einen gewissen Zeitraum genauer zu verfolgen und danach eine Entscheidung über geeignete Gegenmaßnahmen zu beschließen.

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Die Rodgauer Genossen argumentieren damit, dass durchaus andere Entscheidungen möglich seien. Dies zeigten viele Beispiele auf der A3, bei denen Hessen Mobil bereits anders gehandelt habe. (bp)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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