Krautfest mausert sich zu Herbstmarkt

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Die Kinder der 4b gingen mit Begeisterung zur Sache.

Dudenhofen (bp) - Was ist das Beste, das aus einem Apfel werden kann? Apfelwein oder Süßer aus eigener Herstellung. Zum Beispiel aus der des Dudenhöfer Nebenerwerbslandwirts Dr. Matthias Wanner.

Beim Sauerkraut- und Äppelwoifest des Gewerbevereins Dudenhofen zeigte der Hobbybauer mit seiner historischen Apfelpresse eine der Attraktionen.

Begeistert bedienten viele Kinder auch Wanners nostalgischen Apfelmuser mit Drehkurbel. Dessen gut 100 Jahre alte Basaltsteinwalze zerkleinerte die Äpfel vorm Pressen noch genauso gut wie am ersten Tag. Zusammen mit Kurt Klein (Dachfenster Klein) produzierte Wanner pro Pressvorgang 40 Liter Süßen, der den zahlreichen Gästen an der Scheune Resch ausgezeichnet schmeckte.

Handarbeit stand generell im Zentrum

Kurt Klein (links) und Dr. Matthias Wanner (rechts) pressten herrlichen Süßen. Auch Hotelier Heller lieferte zum Fest an der Resch-Scheune köstlichen Most.

Handarbeit stand generell im Zentrum der sehr gut besuchten Veranstaltung. Unter herrlicher Herbstsonne machten viele Gäste Sauerkraut ein. Da wurde mit bloßen Händen gestopft und gestampft, was die Muskeln hergaben. 300 Kohlköpfe hatte der Gewerbeverein von einem Landwirt in Großostheim besorgt. Kein Krümel war am Ende mehr übrig. Die Krautmacher kamen nicht nur aus Rodgau, sondern auch aus anderen Kommunen mit ihren eigenen Einmachgefäßen nach Dudenhofen. Zum Beispiel Wolfgang Michael aus Hainstadt. „Ich bin jedes Jahr dabei. Da müssen zehn Kilo rein“, verriet der Sauerkrautfan und stopfte weiter gut gelaunt das weiße Kraut ins bauchige Tongefäß.

Da machten die Kinder Klasse 4b der Freiherr-vom-Stein-Schule große Augen. Zusammen mit Lehrerin Judith Roozen waren sie zum Fest gekommen, um einmal zu sehen, wie Sauerkraut gemacht wird. Im Sachkundeunterricht befassen sich die Schüler derzeit mit der Herkunft und Produktion von Lebensmitteln. Schwerpunkt dabei sind hessische Spezialitäten. Klar, dass Sauerkraut da nicht fehlen darf.

Welche Zutaten ins Kraut kommen

Gewerbevereinsvorsitzender Berthold Schüßler zeigte, wie’s gemacht wird, verriet, welche Zutaten ins Kraut kommen und wie lange das Ganze im Glas ziehen muss. Dann waren die Kinder an der Reihe - und hatten dabei natürlich großen Spaß. Das Sauerkraut- und Äppelwoifest des Gewerbevereins erlebte nun seine 6. Auflage. Es wächst von Jahr zu Jahr. „Vielleicht wird daraus mal ein Herbstmarkt“, spekulierte Vorsitzender Schüßler, der bald das 111. Mitgliedsunternehmen begrüßen wird.

Eine kleine Gewerbeschau ist das Fest schon heute. Denn gleich mehrere Firmen zeigten ihre beste Seite: Baumschule Haufler, Fleurmont Werbetechnik, SBS Autoservice, LScom (Auto-Multimediasysteme), die Autohäuser Römhild, Reichardt und Murmann sowie Maschinenhandel Weber. Auch der Hofladen Kühnle und der Imkerverein Maingau bereicherten das Fest. Deftiges tischte der Metzger Siegler auf. Und wer lieber Kaffee und Kuchen wollte, war am Stand des Gewerbevereins goldrichtig.

Quelle: op-online.de

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