Kritik am „Wadenbeißer“

Rodgau - (bp) FDP und CDU beharken einander in Presseerklärungen. „Verwundert aber belustigt“ nimmt die FDP-Fraktion zur Kenntnis, dass die CDU versuche, sich Planung und Bau eines Familienzentrums „an ihre Fahne zu heften“.

FDP-Fraktionsvorsitzender Heino Reckließ stellt klar, „dass die Entwicklung hin zu Familiezentren auf den Ergebnissen des Arbeitskreises ‚Rodgau bildet Zukunft‘ basiert“, den Sozialdezernenten Michael Schüßler (FDP) ins Leben gerufen habe. Die CDU hingegen habe sich selbst bei der Zustimmung zur Planung eines Familienzentrums am Alten Weg schwer getan und andere Standorte ins Spiel bringen wollen. Die Union ärgere sich über die gute Sozialpolitik der Kooperation aus SPD, Grünen, FDP und FWG und über Schüßlers Erfolge. Es sei der Kooperation zu verdanken, „dass Rodgau in der Einrichtung von Krabbelgruppen führend im Kreis ist und bei Freistellung der Kindergartenjahre einen Spitzenplatz in Hessen einnimmt“. Die FDP erinnert daran, dass die CDU den Anträgen der Kooperation zur Gebührenfreistellung „in keinem Fall zugestimmt hat“. Es sei eben ein großer Unterschied, „ob man Krabbelgruppen einrichtet, Kinderbetreuungseinrichtungen für jeden zugänglich macht, seniorengerechten Wohnraum schafft, Feuerwehrhäuser baut, oder wie Alois Schwab nichts tut oder bestenfalls, wie die Erste Stadträtin, nachdem sie das Müllkonzept völlig versemmelt hat, Nistkästen annagelt.

Das weisen der CDU-Parteivorsitzende Dr. Bernhard Knaf und der CDU-Fraktionsvorsitzende Clemens Jäger als „unqualifiziert und wie üblich unausgegoren“ zurück. Reckließ gefalle sich in der Rolle des Wadenbeißers. Dr. Knaf und Jäger weisen darauf hin, das Thema Familienzentrum habe die CDU-Bürgermeisterkandidatin Anette Schweikart-Paul auf die Agenda gesetzt. Auch in der Frage der Kinderbetreuung verdrehe Reckließ die Tatsachen. „Die Gebührenfreistellung war der CDU nicht ausreichend, wir wollten deutlich mehr: einen verbindlichen Zeitplan für eine vollständige Befreiung von den Kindergartengebühren und das kostenlose Mittagessen in den Einrichtungen.

Die „ewige Litanei zum Thema Müll“ sei auch nicht hilfreich. Wenn Reckließ sich schon „wie eine tibetanische Gebetsmühle“ ständig äußere, solle er bei der Wahrheit bleiben und einen positiven Beitrag leisten. Der FDP-Frontmann wolle der Ersten Stadträtin Hildegard Ripper aber „ständig ans Bein treten“. Der Fraktionsvorsitzende habe die Liberalen „in die Rolle der Hilfstruppe einer rot-grünen Koalition geführt“ und verbräme diese „Knechtschaft lautstark und schrill“. Die FDP habe inzwischen allen Grund, vor der eigenen Haustür zu kehren.

Quelle: op-online.de

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