Erdkröten im Eimer gerettet

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Rudolf Gathof trägt jeden Morgen Erdkröten über die Straße.

Weiskirchen - Kaum steigen die Temperaturen im Frühling, kommen die Erdkröten aus ihren winterlichen Waldverstecken und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Naturschützer bitten Autofahrer in diesen Wochen um ganz besondere Vorsicht.

Besonders schön anzuschauen sind sie nicht gerade. Aber wenn die zarten und wehleidigen Rufe der Tiere an das Ohr dringen, kommt schon fast etwas Mitleid mit den Amphibien auf. Besonders wenn sie bei Rudolf Gathof im grünen Plastikeimer gelandet sind. Die Sammelaktion des Weiskirchers ist nur zum Besten der Tiere. Gathof sammelt jeden Morgen an der verlängerten Hauptstraße nördlich der A 3 die Tiere ein, die nachts entlang des 200 Meter langen Krötenzauns in die Sammelbehälter gefallen sind. Ab 6.30 Uhr ist das Mitglied des Rodgauer Naturschutzbundes täglich unterwegs. Etwa 45 Minuten dauert seine morgendliche Sammelrunde.

Jeden Morgen zum Kröten sammeln

Neben 68 Erdkröten hat er schon fünf Teichmolche und einen Springfrosch sicher zu ihren Laichplätzen getragen. Tiere, die den Zaun umgangen haben, wurden leider oft Opfer des Autoverkehrs, auch dort in Richtung Tannenmühle, wo kein Durchgangsverkehr herrscht.

Die Tiere sind nachts und in den Morgenstunden unterwegs - und sehr langsam. Vor der Errichtung des Zauns sammelte Rudolf Gathof zunächst einen halben Müllsack voll Unrat ein. „Ich will ja nicht jeden Morgen im Dreck rumlaufen“, erklärt er und sammelt noch eine Erdkröte ein, die sich ihren Weg entlang des Zauns bahnt.

Quelle: op-online.de

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