Auftrag für neue Rodgauer Kita in Holzständerbauweise vergeben

Kubisches Gebäude mit Spielfluren

Blick aufs fein säuberlich vorbereitete Baugrundstück an der Sporthalle. Nach dem Start soll es schnell gehen: vorgefertigte Teile helfen dabei.
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Blick aufs fein säuberlich vorbereitete Baugrundstück an der Sporthalle. Nach dem Start soll es schnell gehen: vorgefertigte Teile helfen dabei.

Wo früher Fußballer kickten, sollen im nächsten Jahr kleine Jungen und Mädchen betreut werden. Auf dem früheren Kunstrasenplatz an der Lange Straße soll dann (wie berichtet) eine Kindertagesstätte stehen. Insgesamt 148 Kinder in acht Gruppen wird der Neubau an der Ecke zum Nordring beherbergen: die Jüngsten unter drei Jahren in vier Kleingruppen von jeweils zwölf Kindern sowie die Drei- bis Sechsjährigen in vier Gruppen mit jeweils 25 Kindern.

Rodgau - Die Stadt hat den Auftrag für den Bau der größten Kita Rodgaus mit 2200 Quadratmetern Nutzfläche und einer Frischluftanlage nun vergeben, wie Bürgermeister Jürgen Hoffmann aus dem Magistrat berichtete. Die Unternehmen hatte wegen der Corona-Pandemie und der Ferienzeit länger als üblich Zeit gehabt, ihre Angebote einzureichen.

Inzwischen wurde das Baufeld vorbereitet. Unter anderem waren eine Baustraße angelegt und der kaputte Kunstrasen-Sportplatz bereits im Frühjahr entfernt worden. Die neue Kindertagesstätte soll schon Mitte nächsten Jahres in Betrieb gehen. Die kurze Bauzeit lässt sich dadurch erreichen, dass das Gebäude aus vorgefertigten Teilen errichtet wird. Die Holzständerbauweise ist eine moderne, inzwischen weit verbreitete Weiterentwicklung des traditionellen Fachwerkbaus, genauer der Pfostenbauweise. Das Architekturbüro SDKS Architekten (Darmstadt) hat das Gebäude genau nach den Anforderungen der Stadt als kubisches Holzgebäude geplant – einschließlich der langen Spielflure, die typisch für städtische Kitas sind.

Die reinen Baukosten liegen bei fünf Millionen Euro. Mit Architektenhonorar und anderen Nebenkosten dürfte die Summe sieben Millionen erreichen.

Geplant ist ein eingeschossiges Bauwerk, das aus drei Gebäudeteilen besteht. Im mittleren Trakt sind Eingang, Multifunktionsräume, Küche und Bistro. Im Westen schließen sich vier Gruppenräume für Kleinkinder unter drei Jahren an, im Osten befinden sich die Flächen für die Drei- bis Sechsjährigen. Zwischen den Gruppenräumen und dem Außengelände ist eine Loggia geplant, in der die Kinder vor Regen und Sonne geschützt spielen können.  (siw)

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