Um Familie zu retten

Küchenbrand: Nachbar tritt Wohnungstür ein

Nieder-Roden - Nach einem Küchenbrand wurden zehn Bewohner eines Wohnblocks an der Seestraße am Montagmorgen vom Rettungsdienst wegen Verdachts auf Rauchvergiftung untersucht. Ein Familienvater musste ins Krankenhaus.

Die Rauchmelder piepsen wie verrückt, aus der Wohnungstür dringt Brandgeruch und die Bewohner reagieren nicht aufs Klopfen: Ein mutiger Nachbar trat am Montag kurz vor 9 Uhr die Wohnungstür ein, um seine Nachbarn zu retten. Die versuchten gerade, ihre brennende Dunstabzugshaube zu löschen. Der Nachbar half mit dem Pulverlöscher. Als die Feuerwehr eintraf, war das Feuer gelöscht. Auf dem Herd befand sich eine verkrustete Masse.

„Die Heimrauchmelder haben relativ früh angeschlagen“, berichtet Jürgen Kern von der Feuerwehr Rodgau-Süd. Die Feuerwehr wurde um 8.54 Uhr alarmiert, acht Minuten später war ein kompletter Löschzug mit 22 Mann vor Ort. Im zweiten Obergeschoss mussten die Einsatzkräfte nichts mehr löschen. Sie schalteten den Herd stromlos und sorgten dafür, dass der Rauch aus dem Gebäue abzog. Außerdem kontrollierten sie die Aufzüge – aber darin befand sich niemand.

Der Rettungsdienst untersuchte zehn Bewohner des Hauses, unter ihnen auch das Elternpaar und die zwei kleinen Kinder aus der Wohnung. Der Familienvater wurde in eine Klinik gebracht. Für die Polizei ist offensichtlich, dass zunächst Essen auf dem Herd in Brand geriet. „Kein Fremdverschulden erkennbar“, berichtet Pressesprecher Michael Malkmus. Am Gebäude sei kein Schaden entstanden, nur an der Einrichtung. (eh)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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