Maximale Raumsuche

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Der neue Vorstand, von links nach rechts: Heinz Haberzettl (Vorsitzender), Katrin Griem (Kassiererin), Klaus Herrmann, Klaus Faust (stellvertretender Vorsitzender), Ingrid Nikolich, Thomas Langer, Karin Wagner (Schriftführerin), Horst Neckermann (stellvertretender Vorsitzender) und Benjamin Schwarz.

Rodgau (eh) - Die Kulturinitiative „Maximal“ sucht weiterhin eine eigene Spielstätte für ein regelmäßiges Kulturprogramm - und zwar auch über die Stadtgrenzen hinaus. Dies sagte der neue Vorsitzende Dr. Heinz Haberzettl gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Der 57-jährige Atomphysiker aus Obertshausen hat die Nachfolge von Werner Kremeier angetreten. Kremeier ist seit Mitte März ehrenamtlicher Kulturdezernent im Rathaus; er hat den Vorsitz der Kulturinitiative abgegeben, um eine Interessenkollision zu vermeiden.

Seit dem Auszug aus der Stettiner Straße im Januar 2010 sucht das „Maximal“ nach neuen, eigenen Räumen. „Wir hatten auf das Haus der Musik gehofft, aber daraus wird wohl nichts“, beschreibt Haberzettl die jüngste Entwicklung. Also sucht die Initiative weiter, nun auch außerhalb von Rodgau. „Wir hätten in zwei Nachbargemeinden etwas finden können, aber da war unsere Satzung dagegen.“ Als die Statuten geändert waren, waren beide „Locations“ weg.

Aula der Georg-Büchner-Schule beliebt

Die Aula der Georg-Büchner-Schule ist nicht nur beim „Maximal“ beliebt. „Wir haben Musiker, aber keinen Platz“, nennt der Vorsitzende das Dilemma. Die Aussichten: „Bevor uns die Künstler weglaufen, weil wir zu wenig Termine haben, gehen wir lieber in den Jazzkeller Ober-Roden oder ins Schanz.“

Dr. Heinz Haberzettl war vor einigen Jahren durch Zufall auf das „Maximal“ aufmerksam geworden. Auf der Frankfurter Musikmesse hatte er erstmals den Gitarristen Thomas Langer und dessen Bruder Stephan (Bass) gehört. Wenig später fiel ihm bei einem Langer-Konzert im Jazzkeller Ober-Roden die Programmübersicht des „Maximal“ in die Hände. Fortan zählte Haberzettl zu den Stammgästen in Jügesheim: „Das Konzept und das Team haben mir so gut gefallen, dass ich nach einem Jahr gedacht habe: Da kann ich auch Mitglied werden.“ Gesagt, getan: Er schleppte Stühle und Tische, stand an Kasse und Getränketheke, half als Beleuchter aus und handelte Künstlerverträge aus: „Es gibt zwar Spezialisten für bestimmte Aufgaben, aber die geben ihr Wissen weiter.“

Erfahrungen im Vereinsleben hat Haberzettl in Offenbach beim Tommy-Musical-Club gesammelt. „Beim Maximal gibt es viel mehr Arbeit“, zählt er auf: Künstlerverträge, Gema-Listen, Getränkeeinkauf, Ausschankgenehmigung... Und nicht zu vergessen den aufwändigen Auf- und Abbau der Technik, solange die Kulturinitiative keine eigenen Räume hat.

Quelle: op-online.de

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