Open-World-Vorsitzender kritisiert Stadt

Kulturverein lehnt Kleister-Vorschrift für Plakatwände ab

Jügesheim – Die Bedingungen der Stadt für Plakatwände der Vereine sind nach Ansicht der Kulturinitiative Open World unzumutbar. Das sagte Vorsitzender Dieter Stein vor der Presse.

Die Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt habe in einer E-Mail vom Januar unter anderem gefordert, die Veranstaltungsplakate mit Kleister statt Klebeband zu befestigen und gegen wilde Plakatierung vorzugehen.

Im Mai 2017 hatten die Stadtverordneten den Magistrat beauftragt, Standorte zu suchen, die sich als Aushangflächen für Veranstaltungsplakate eignen – etwa nach dem Vorbild der Kultursäulen in Seligenstadt. Im Idealfall sollten die Plakatwände oder Litfaßsäulen ehrenamtlich betreut werden. Für den Fall, dass sich niemand für diese Aufgabe finde, sollte der Magistrat die jährlichen Kosten ermitteln.

Bilder: Orgelfastnacht in Jügesheim

Die Kulturinitiativen Maximal und Open World hatten sich als einzige Vereine bereit erklärt, sich um so eine Plakatwand zu kümmern und alte Anschläge zu entfernen. „Nun ist mir klar geworden, warum kein einziger Verein auf Ihren nicht praktikablen Vorschlag eingegangen ist“, schrieb Dieter Stein an Kulturdezernent Winno Sahm: „Niemand wird eine Leiter durch Rodgau tragen und mit einem Kleistertopf in die Höhe klettern, um dort Plakate festzukleben, die er später wieder mit Schrubber, warmem Wasser und Tapetenlöser runterrubbeln muss.“

Das „Modellprojekt Kultursäulen/Nachbarschaftstafeln“ ist am Montag, 1. April, ein Thema im Kulturausschuss. Am 8. April entscheidet das Stadtparlament. (eh)

Quelle: op-online.de

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