Kunst und Musik im Wald

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Die erste Führung zu den ungewöhnlichen Kunststätten mitten im Wald leitete Winno Sahm (rechts).

Nieder-Roden ‐ Als Erlebnis für die Sinne, als Raum der Ruhe und Meditation, verstehen die Veranstalter und Künstler die Ausstellung „Naturkultur“ im Nieder-Röder Wald. Dort ergänzen Kunstobjekte die natürliche Vielfalt. Von Andreas Pulwey

Noch bis 17. Juli macht die Kunst im Forst am Langenloh Station. Aber auch als „public relations“ für den Wald, wie sich Forstamtsleiter Kurt Schäfer bei der Vernissage am Sonntag ausdrückte, soll die Kooperation zwischen dem Rodgauer Kulturpreisträger Gerd Steinle und dem Forst Langen gesehen werden. Zwar dient der Wald in erster Linie als Lebensraum für Fauna und Flora, aber auch zur Holzgewinnung und, wie aktuell, als Naherholungsgebiet für Kunstfreunde.

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Kulturpfad im Nieder-Röder Wald

Die 22 Künstlerinnen und Künstler sowie teilnehmende Projektgruppen wie die Werkstätten Hainbachtal, KultA eV, Waldkindergarten Wühlmäuse, Heinrich-Böll- und Claus-von-Stauffenberg-Schule, Geschwister-Scholl- und Gartenstadt-Schule sowie die Projektarbeit „Kunst mit Jugendlichen“ schmücken freie Flächen im Unterholz mit dem Ausdruck ihrer Gedankenwelt und laden so zur Ruhe und Besinnung ein. So entsteht durch die zahllosen Werke ein Zusammenspiel von Kunst und Natur.

Die Künstler binden ihre Objekte aus Gips, Metall, Acryl und Holz auf dem Waldpfad zwischen den Gegebenheiten der Natur ein. Je eine Schrifttafel pro Station führt Betrachter bei dieser unentgeltlichen Kunstausstellung in die Gedankenwelt der Kreativen ein.

Passend dazu ist die musikalische Untermalung durch die Didgeridoo-Gruppe der Freien Musikschule (geleitet von Matthias Kiel). Deren hölzerne Instrumente sieht Bürgermeister Jürgen Hoffmann als Leihgabe der Natur an die Menschen. Und dies auf Zeit.

90-minütige Führung leitete Winfried Sahm

Ideengeberin der Veranstaltung hinter dem Don-Bosco-Heim ist die Waldpädagogin des Forstamts Langen, Iris Husermann, auch wenn sie sich bescheiden zurückhält, was ihre Rolle bei der Planung angeht: „Waldkunst ist nicht auf meinem Mist gewachsen“, erklärt die Forst angestellte. Sie selbst wurde durch ähnliche Veranstaltungen allerdings inspiriert. Die Idee faszinierte sie letztlich. „Es gibt so vieles, was sich im Wald entdecken lässt, die Vielfalt der Pflanzen und das Kommen und Gehen der Jahreszeiten“, schwärmt Husermann. Kunst setzt darüber hinaus Akzente.

So sprach sie 2006 Gerd Steinle an, um „Naturkultur“ in Rodgau dann fest im Veranstaltungskalender zu etablieren, nun schon zum zweiten Mal. Der Zuspruch der Bevölkerung zeigt den Treffer, den Iris Husermann und Gerd Steinle gelandet haben. An die 100 Besucher bei der Vernissage, und das bei etwas instabilen Wetter mitten im Wald.

Die erste 90-minütige Führung leitete Winfried Sahm. Weitere Führungen sind am 20. und 26. Juni und am 10. Juli jeweils um 15 Uhr geplant. Am 3.und 4. Juli ist Beginn um 14 Uhr.

Quelle: op-online.de

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