„Rodgauer Art“ erntet viel Lob

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Rund 70 Künstler aus Rodgau und der Region hatten sich um die 47 Plätze bei der Schau "Rodgauer Art 11" beworben.

Nieder-Roden (eh) - Viel Raum für Entdeckungen bot die Kunstausstellung „Rodgauer Art 11“ am Wochenende im Bürgerhaus Nieder-Roden. 22 der 47 Künstler stellten dort zum ersten Mal aus.

Bei der Auswahl der Aussteller konnte die städtische Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt aus dem Vollen schöpfen. Rund 70 Künstler aus Rodgau und der Region hatten sich um die 47 Plätze beworben. „Es war eine harte Arbeit, sie auszuwählen“, berichtete Gabriele Ziegler von der Kulturagentur. Das Ergebnis war ein breites Spektrum der Stile und Techniken bei durchweg hohem Niveau.

„Wir hätten alle Aussteller genommen, wenn wir gekonnt hätten“

„Mit einem solchen Ansturm hatten wir nicht gerechnet“, erzählte Gabriele Ziegler. Sie betonte, kein Bewerber sei wegen mangelnder Qualität abgelehnt worden. Jede einzelne Absage habe den Veranstaltern weh getan: „Wir hätten alle Aussteller genommen, wenn wir gekonnt hätten.“

Den regionalen Einzugsbereich hatte die Kulturagentur großzügig ausgedehnt. Auch Künstler aus Frankfurt, Aschaffenburg und der Umgebung von Darmstadt kamen nach Rodgau. Die weiteste Anreise hatte Joachim Harbut aus Armsheim (Rheinland-Pfalz) mit rund 95 Kilometern. Mit seinen filigran wirkenden Kunstschmiedearbeiten möblierte der gebürtige Offenbacher das Bürgerhausfoyer vom Eingang bis zum Saal. Seine Stühle, Bänke und Tische sind allesamt Unikate – und so mancher Besucher fragte sich, ob man sich auch daraufsetzen kann.

Bilder von der Kunstausstellung

Kunstausstellung „Rodgauer Art 11“

Als Glücksgriff erwies sich die Idee, die Ausstellungseröffnung auf den Freitagabend vorzuverlegen. Anhand neun ausgewählter Exponate stellte Winno Sahm das breite Spektrum der Ausstellung dar. Er sprach unter anderem über die Wirkung von Leere im Bild (Monika Morian), Serialität (Walter Stolz) und die Grenze zwischen figürlicher Darstellung und Abstraktion in der Skulptur (Arno Müller). Zu dezenten Swingmelodien ließ sich ein kunstsinniges Publikum auf Entdeckungen und Gespräche ein. Zur Vernissage hatten die Besucher viel Zeit mitgebracht: Die letzten gingen erst nach vier Stunden heim.

Mit bis zu 1 000 vorgedruckten Postkarten hatten die ausstellenden Maler und Bildhauer ihre Bekannten eingeladen. Die Kulturagentur hatte zudem auch Galerien angesprochen. Zwei Galeristen aus der Region nutzten die Gelegenheit, neue Künstler zu kontaktieren.

Neues Konzept der „Rodgauer Art“ erntete viel Lob

Erstmals gab es einen bebilderten Prospekt zur Kunstausstellung der Stadt Rodgau. Der kleine Katalog ist nicht nur ein Andenken, sondern enthält auch Kontaktdaten der Künstler. Damit schafft er eine Möglichkeit für spätere Verkäufe – die deutlichste Form, eine künstlerische Leistung anzuerkennen.

Bei Besuchern und Ausstellern erntete das neue Konzept der „Rodgauer Art“ viel Lob. In den nächsten Tagen wollen die Verantwortlichen die Anregungen auswerten, die im „Kummerkasten“ gelandet sind. Bereits am Wochenende zeigte sich, dass die Trennung von Kunst und Kunsthandwerk gelungen ist. Ein Kunsthandwerkermarkt kann bei Bedarf als separate Veranstaltung stattfinden.

Quelle: op-online.de

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