Ausstellung „Jugend-Art“ spricht ihr Publikum mit Ausstellung und Workshops an

Kunstszene in Rodgau mit talentiertem Nachwuchs

In der Freiluft-Schmiedewerkstatt von Joachim Harbut entstand eine Skulptur, die an die Lederwarentradition in Rodgau erinnern soll.
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In der Freiluft-Schmiedewerkstatt von Joachim Harbut entstand eine Skulptur, die an die Lederwarentradition in Rodgau erinnern soll.

Die achte Rodgauer Kunstausstellung „Jugend-Art“ fand am Wochenende im Jugendhaus Dudenhofen statt. Neben den Werken jugendlicher Einzelkünstler und Kunstklassen gab es dort auch drei Workshops.

Rodgau - In seine Begrüßungsrede baute Kulturdezernent Winno Sahm einen beim Rundgang gemachten „Zufallsfund“ ein. Im Jugendhaus weist ein alter Schriftzug auf einen „Kreativraum“ hin. Das „i“ und das „v“ sowie die rechte Hälfte des „m“ sind im Laufe der Jahre abhandengekommen. Somit passe der alte Schriftzug perfekt zur Ausstellung. „Kreatraun“ sei genau das, was die Jugend-Art auch sein soll – nämlich eine Ermunterung zur Kreativität. „Traut euch, kreativ zu sein, unabhängig davon, was andere meinen“, so Sahm.

Die Jugend-Art hatte von 2013 bis 2019 jährlich stattgefunden. 2020 musste sie pandemiebedingt ausfallen. „Eigentlich wollten wir die Jugend-Art wieder am angestammten Termin im Frühjahr veranstalten, haben sie wegen Corona aber in den September verschoben“, so Gabriele Ziegler von der städtischen Agentur Kultur, Sport und Ehrenamt. Auf ein Bühnenprogramm verzichtete man diesmal.

Jugendliche schmieden ein Denkmal für die Lederwarenindustrie in Rodgau

Während im Jugendhaus die Kunstwerke ausgestellt waren, fanden die Workshops unter freiem Himmel statt. Beim samstäglichen Regen wurden sie in die Zelte verlegt, die noch von den Ferienspielen aufgebaut waren. Joachim Harbut war mit seiner Schmiedewerkstatt vor Ort. Aus dem Fundus einer vor längerer Zeit aufgegebenen, aber jetzt erst geräumten Rodgauer Lederwarenfabrik schufen die Jugendlichen mit Hilfe von Joachim Harbut eine Großskulptur, die sich an der Gestalt einer Tasche orientiert und somit die Lederwarentradition in Rodgau symbolisiert. Die Skulptur soll auf dem ehemaligen Firmengelände aufgestellt werden und ein Denkmal für die Lederwarenindustrie in Rodgau bilden.

Auch in der Gipswerkstatt der Offenbacher Künstlerin Ulrike Markus konnten sich Besucher kreativ betätigen. Die vor fünf Jahren von Birgit Mayer-Tauber auf der Jugend-Art initiierte Wimpelkette wuchs wieder um einige Meter und soll sich irgendwann durch ganz Rodgau ziehen.

Kunst macht Schule: Rodgauer Kunstklassen zeigen ihre Arbeiten

Die Ausstellung im Jugendhaus zeigte unter anderem Arbeiten einer Kunstklasse der Geschwister-Scholl-Schule zum Thema Corona. Die Claus-von-Stauffenberg-Schule präsentierte Fotografien aus dem Kunstunterricht. Erstmals beteiligte sich die Nell-Breuning-Schule aus Rödermark. In der Vergangenheit waren auch schon Schulen aus Dietzenbach und Babenhausen dabei gewesen. Einzelne Künstler waren mit Zeichnungen, Acrylgemälden und Skulpturen vertreten. Einige von ihnen hatten bereits an früheren Ausstellungen teilgenommen. Die Jugend-Art werde von den Schulen gerne angenommen, um die im Unterricht entstandenen Kunstwerke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, so Gabriele Ziegler.  (ey)

Im Jugendhaus waren zahlreiche Werke junger Künstler ausgestellt.

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