Kuriositäten auf der Bühne

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Alle Register wurden gezogen, um Jochen Moser (Thomas Spahn) unter die Haube zu bringen. Zum Schluss verliebte sich der eingefleischte Junggeselle über Nacht.

Nieder-Roden - 20 Jahre Laienspielgruppe, das sind zwei Jahrzehnte voller Humor, Spaß und beklatschter Auftritte. Von Andreas Pulwey

Zum Geburtstag beschenkten die Nieder-Röder ihr treues Publikum mit dem Lustspiel „Die Junggesellenfalle“ von Wilfried Reinehr.

So als Regisseur hat man es schon schwer. Die Schauspieler beherrschen ihren Text nicht, und untereinander tobt noch Gezicke um die besten Rollen. Die Nieder-Röder Theaterfreunde zeigten – in ein Theaterstück verpackt - dem Publikum die Hürden im Vorfeld eines Auftritts und vergaßen dabei auf der Bühne bestimmt nicht die Spitzen und Kuriositäten rund um das immerwährende Bühnen-Thema Liebe. Sah doch Regisseur Gerold Wachtel (Robert Spahn) eine Liebesszene mit einem Happy end wie in Hollywood als unausweichliche Notwendigkeit für sein geplantes Stück an, während der Hauptdarsteller Jochen Moser (Thomas Spahn) von dem feuchten Kuss seiner Theaterkollegin Anja Täubchen (Susanne Mulligan) so gar nichts hielt. Letztlich musste der arme Kerl überrumpelt und gefesselt werden, um ihm zum Liebesglück zu verhelfen.

So manches Vorkommnis mit Bühnensketch gleichzusetzen

Dem Publikum der beiden ausverkauften Vorstellungen boten die Nieder-Röder im Bürgerhaus-Foyer einen Rückblick auf 20 Jahre Schauspielglück. War doch so manches Vorkommnis im realen Leben mit einem Bühnensketch gleichzusetzen. So fuhren vor Jahren alle Schauspieler gemeinsam und voller Nervosität zu einem Auftritt nach Gräfenhausen. Einzig und allein das Kostüm einer Schauspielerin blieb zuhause liegen. Nicht weniger nervenaufreibend muss es gewesen sein, als das Publikum im Saal schon unruhig darauf wartete, dass sich der Vorhang endlich öffnet, während die Hauptdarstellerin noch Daheim ganz entspannt ihrem Tageswerk nachging. 20 Jahre Laienspielgruppe stecken nun mal voller Kuriositäten - auf und auch hinter der Bühne.

Quelle: op-online.de

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