Lachsbrötchen und Lacher satt

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Gabi Ott schlüpfte in diverse Rollen.

Jügesheim ‐ Schon Odysseus ging auf eine Art Kreuzfahrt und wusste um die Wirkung des betörenden Gesangs der Sirenen auf Männer.

Gut, dass das männliche Geschlecht bei der ersten von zwei ausverkauften Hausfrauensitzungen der TGS Jügesheim nicht zugelassen war; wenn man mal im Saal vom TGS Blasorchester um Johannes Busch absieht, das allerlei bezauberndes Geschöpf auf der Bühne musikalisch hervorragend begleitete.

Spätestens bei der Eröffnung des mitreißenden Rockertanzes der Prosecco Singers unter den Klängen von „Highway to Hell“ hätte es der Männerwelt sowieso Schweißperlen auf die Stirn getrieben. Die tolle Sologardetänzerin Anna Eser erinnerte die ein oder andere Hausfrau im Saal, wie man sich auf der Bühne in jungen Jahren noch dynamisch bewegen kann. Christine Werner studierte den Tanz mit ein.

Bei Helga Görtz bleibt kein Auge trocken

Dass man sich auf gänzlich neuem Terrain bewegen kann, darüber berichtete Doris Oestreicher in ihrem Vortrag über ihr Leben und die Rente mit 60 - auch wenn sich für ihren arbeitenden Mann wenig ändert. Dafür wird nun endlich die Telefon-Flatrate intensiv genutzt.

Hübsch anzusehen waren diese Herzdamen bei ihrem Tanz.

In ihrem elfjährigen Bestehen zeigten die Crazy Chicken einen schwungvollen Tanz als Kapitäne und Matrosen unter der Leitung von Jutta Podroschko, Kristine Follmann und Nadine Dorschner. Wenn eine Obersirene als Giesemer „It-Girl“ in authentisch ungeschminkter Manier von ihrem Leben als Szenefrau im Latte Macchiato spricht, bleibt bei Helga Görtz kein Auge trocken. Gerüchte und Wahrheiten können an ihrem Lieblings-Kaffee nicht vorüberziehen und das unter dem Schutz der St. Nikolaus Kirche mit direktem Blick auf die Geschehnisse im Rathaus.

Ob äußere Alterserscheinungen oder Lästereien

Eine musikalische Weltreise mit Klamauk und hinreißenden Stimmen (toll: Melanie Grimm mit „Babicka“ in Ungarn) unternahmen mottogerecht die Prosecco Singers.

In bunte Lollipop-Kostümen gehüllt, zeigte die Fitnessgruppe von Geli Stark, wie man auf einem Stepper nicht nur trainieren sondern auch tanzen kann. Was zwei Damen zum Start einer gebuchten Kreuzfahrt erleben, erzählten in unnachahmlich humoristischer Weise Jutta Podroschko und Anja Roth. Ob äußere Alterserscheinungen oder Lästereien wer alles an Bord kommt; sie sorgten für herzhafte Lacher.

Bevor sich die Gäste in der Pause mit einem Prosecco stärken konnten, boten die dem Getränk nicht fremden Singers einen lustigen Sieben- Zwerge- Regenwürmer-Tanz.

Bei einem Nieder-Röder Prinzenpaar dürfen auch die Gäste der befreundeten Vereine nicht fehlen. Dazu wurden extra vom Kreppelkaffee die olympiareifen Synchron-schwimmerinnen eigens eingeflogen, wobei man bei diesem Tanz endlich mal erkennen kann, wie überhaupt unter dem Wasser synchronisiert wird.

Tanzgruppe als Betten verkleidet auf der Bühne

Prinzessin Elisabeth I. hatte an diesem Abend ihren Prinzgemahl Mathias III. zum Getränkedienst in die Katakombe der TGS geschickt. Dass sie das Rodgau-Prinzenpaar auch würdig alleine vertreten kann, zeigte sie mit viel Power in der Bütt. Ihr zu Ehren folgte mit tosendem Beifall der Prinzengardetanz unter der Leitung von Hannelore Gröpl, Susan Hebeisen und Judith Mark.

Weniger für eine Garde geschaffen, dafür aber umso kultiger, erschien Marianne Spahn in ihrer beliebten Figur „Tussnelsche“ und gab ihre Geheimnisse zur neuen Schönheit preis. Die Nacktheit von Rainer Langhans im Dschungelcamp empfand sie weniger ästhetisch als ihr Minirock, mit dem sie nicht mal in den Bus nach Frankfurt steigen konnte.

Nicht eng, aber sehr bequem, zeigte sich die Tanzgruppe von Konni Walter, die als Betten auf die Bühne kamen und später als herrlich frische Madeln zeigten, dass es auf der Alm „a Sünd`“ gibt. Ein Jahr war das weibliche Nachwuchsbüttenass Selina Beavers in den USA. Da liegt es nahe, von ihren ungewöhnlichen Erlebnissen zu berichten, die schon bei der strengen Einreise in die Staaten beginnen. Hier musste sie bei der Frage nach einem radikalen Verein in der Vergangenheit überlegen, ob dazu auch ein Giesemer Karnevalsverein gehören könnte.

Pointenreiches Zwiegespräch über Leben in Spanien

Wenn es einer Gruppe Männer gestattet war, an diesem Abend vor das närrische Auditorium zu treten, dann kann es nur sich um die tanzenden Männern von „Taktlos“ handeln. Junge strahlende Matrosen; Frauenherz was willst du mehr ?

Den letzten Vortrag eines kurzweiligen fröhlichen Abends durften die beiden Hausfrauensitzungs-Sirenen zum Besten geben. Doris Oestreicher und Gabi Ott spielten sich in einem Zwiegespräch über ihr Leben in Spanien die Pointen zu und rundeten somit ihre Leistung in vielerlei Rollen innerhalb des Vier-Stunden-Programms wunderbar ab. Zum großen Finale der Kreuzfahrt mit Nymphengesang stimmten noch einmal die Processo Singers den Saal auf einen karnevalistischen Landgang in den närrischen Tagen ein.

Quelle: op-online.de

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