SKV lässt Bühne beben

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Mit einem Cancan begeisterten die „Bachkatzen“ das Publikum im SKV-Saal.

Hainhausen ‐ Begeistert und begeisterungsfähig zeigten sich die Freunde des SKV-Laternche am Samstag in der letzten Kostümsitzung der Kampagne. Von Ekkehard Wolf

Sechs Tanzgruppen ließen die Beine fliegen, von den jungen Tanzspatzen im feschen Bayerndress bis zu den Mannsbildern der Pitschedapper als Lady Gaga. Auch die Nachwuchsgruppe „Wilde Hühner“, die Starlight-Dancers im schrillen Steinzeit-Outfit, die Garde und die Bachkatzen mit ihrem Cancan erhielten verdienten Beifall. Mit zwei Neuerungen überraschte der König von Hainhausen (Jochen Pommer) sein Narrenvolk. Erstmals seit Jahrzehnten hat das Laternche wieder einen Protokoller (Michael Pommer) und zum allerersten Mal gastierten die Giesemer Trottwa-Lersche beim SKV. Mit „So geht der Ramba-Zamba“ hatten die Stimmungssänger ihr Publikum von Anfang an im Griff. Und als Reverenz an die Gastgeber texteten sie sogar ihren Song „Hey, Giesem, du mein Heimatort“ um: „Haahause du bist wunderschee und Giesem is ganz in der Näh‘“.

Dass der kleinste Stadtteil nicht auf auswärtige Büttenredner angewiesen ist, bewies Lucia Klein mit ihrem pointierten Vortrag über eine Kreuzfahrt („Guck net so verschwommen, sonst merken die gleich, dass wir aus Rodgau kommen“), mit köstlicher Gestik begleitet von Helmuth Winter als Ehemann. Altherren-Fußballer Erich Jäger brachte im Wetterbericht seine Zuschauer dazu, ihren Vordermann zu massieren.

Erfrischend, frech und quirlig spielte Dana Jäger aus der Giesemer Gass‘ die Fastnachts-Gegnerin, die den Narren kess ihren eigenen Narrenspiegel vorhält: „Am Besten ist, man bleibt zu Haus und sperrt den Wahnsinn einfach aus.“ Ein Potpourri aus Fastnachtshits gab ihrem Auftritt Tempo und Würze. Später liefen Markus Stritzke und Michael Pommer zu gewohnter Hochform auf: Als ältliche Frauen auf der Parkbank verwandelten sie mit komödiantischem Talent auch uralte Kalauer in frische Gags, über die das Publikum gern lachte. Witze über die viel gescholtenen Dudenhöfer durften dabei nicht fehlen.

Die Heimatverbundenheit wurde nicht nur in den Liedern zum Finale hörbar, sondern auch bei den Laternche-Sängern um Waldemar Tober: „Wir sind alle Hainhäuser und hier gehören wir hin.“ Da sangen auch Besucher aus anderen Stadtteilen gern mit.

88 Aktive auf der Bühne und viele Helfer im Hintergrund machten die Kostümsitzung des SKV wieder zu einer runden Sache. Manche Akteure waren in mehreren Rollen dabei, etwa die frühere Abteilungsleiterin Ina Pommer-Franz, die an jeder zweiten Nummer beteiligt war. Als Trainerin der Tanzgarde (im Team mit Carmen Stritzke) sprang sie sogar kurzfristig für ein erkranktes Gardemädchen ein.

Die „Silberne Flamme“ für elf aktive Jahre auf der Bühne erhielten diesmal Markus Stritzke und Vize-Präsident Karl Töglhofer. Erstmals in 45 Jahren verlieh das SKV-Laternche die „Goldene Flamme“. Die hohe Auszeichnung ging an den früheren Sitzungspräsidenten Willi Eichhorn, der als Mundschenk und Kulissenschieber weiterhin der Fastnacht dient. Seine Freude über diese Ehrung verpackte Eichhorn in ein Dankeschön an das Publikum: „Ohne euch da unten würde das hier oben alles keinen Spaß machen.“

Quelle: op-online.de

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