Anschlag auf Islamkritiker Khan inszeniert?

Drei Männer wegen Mordversuchs vor Gericht

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Der wegen Anstiftung zum Mord angeklagte Islamist (rechts) sitzt im Landgericht in Darmstadt.

Darmstadt - Drei Männer sollen versucht haben, Islamkritiker Zahid Khan zu töten. Ab heute stehen sie in Darmstadt vor dem Landgericht. War der Anschlag jedoch nur inszeniert?

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Überraschung im Prozess um den versuchten Mord an dem Islamkritiker Zahid Khan: Zum Prozessauftakt am Mittwoch räumte der mutmaßliche Auftraggeber des Angriffs vor dem Landgericht Darmstadt ein, den Anschlag auf Khan inszeniert zu haben, um vor der salafistischen Szene in Deutschland zu warnen. Die Staatsanwaltschaft war bislang davon ausgegangen, dass der mutmaßliche Islamist aus Wut über das islamkritische Buch „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“ des Opfers gehandelt hatte. Der 41 Jahre alte Angeklagte wird beschuldigt, zwei Männern im Alter von 31 und 37 Jahren Geld für den Angriff geboten zu haben. Alle drei müssen sich wegen Mordversuchs und Anstiftung vor Gericht verantworten.

Im Juli 2013 hatten die beiden Mitangeklagten dem pakistanischen Autor Khan bei einem Spaziergang in Rodgau mit Schlagstöcken und Messern bewaffnet aufgelauert. Khan hatte laut Ermittlungen aus Notwehr auf einen der beiden Angreifer geschossen und diesen verletzt. „Nichts ist so gelaufen, wie ich es geplant habe“, sagte der mutmaßliche Auftraggeber nun vor Gericht. Er habe nicht gewusst, dass Khan eine Waffe habe, er habe sich am Tatort versteckt und sich verhaften lassen wollen.

Mysteriöse Auseinandersetzung

Die mysteriöse Auseinandersetzung um Khan zieht sich schon seit längerem hin und hat die Justiz bereits beschäftigt. Khans Buch hat den Zorn traditionalistischer Muslime hervorgerufen. Sie sehen es als schlimme Beleidigung an, konnten es aber trotz lautstarker Proteste nicht verhindern oder durch Gerichte verbieten lassen.

Zahid Khan betreibt einen Buchverlag in Roßdorf bei Darmstadt und wirbt im Internet für seine Ansichten. Er sei von Gott angesprochen worden und habe die Aufgabe, alle Menschen vor dem Islam zu warnen, weil dieser gefährlich sei. Vor dem Landgericht sind zunächst sieben Verhandlungstage terminiert. Die Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft.

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dpa

Quelle: op-online.de

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