Landrat als Streitschlichter gefragt

Rodgau - (bp) Ende Mai werden Bürgermeister Alois Schwab, die Erste Stadträtin Hildegard Ripper und Stadtrat Michael Schüßler mit ihrer Dienstaufsicht, dem Landrat, über das zukünftige Miteinander im zerstrittenen hauptamtlichen Rodgauer Magistrat sprechen.

Der Landrat hatte angesichts der Dissonanzen im Magistrat zu einem solchen Gespräch eingeladen. Es soll Wege aufzeigen, wie die drei Beteiligten überhaupt noch zusammenarbeiten könnten.

Um den Termin für dieses Klärungsgespräch ging es gestern auf Anfrage unserer Zeitung während der Magistratspressekonferenz. Dabei hielt Bürgermeister Alois Schwab die wesentliche Information zurück. Auf Nachfrage, ob es für das Gespräch einen Termin beim Landrat gebe, verneinte er dies. Seine Kollegen Hildegard Ripper und Michael Schüßler korrigierten Schwab und sagten, ihnen liege die Einladung vom Landrat vor. Schwab räumte darauf ein, auch ihm sei ein Tag für das Treffen avisiert worden - allerdings keine Uhrzeit. Deshalb sei das für ihn noch kein Termin. Stadtrat Schüßler sagte, auch die Uhrzeit sei sehr wohl bekannt. Schwab kündigte an, er werde sich beim Landrat genauer informieren. Der Bürgermeister argumentierte sinngemäß, er halte es für nicht angebracht, die Öffentlichkeit schon vor dem Gespräch „einzubinden“. Dies könne die Vertraulichkeit der Unterredung stören.

Hildegard Ripper, die das Treffen sehr begrüßt, sah in dem Vorfall ein drastisches Beispiel für die Sprachlosigkeit und das angespannte Verhältnis im Magistrat. Sie bedauerte, dass „übereinander und nicht miteinander gesprochen wird“. Stadtrat Schüßler reklamierte, Schwab ziehe sich erneut auf Formalien zurück, anstatt das Problem anzugehen. Dabei gehe es um die entscheidende Frage, wie Rodgau geführt werden könne: „Besteht ein Vertrauensverhältnis oder nicht?“ Die Öffentlichkeit habe ein Recht, dies zu erfahren. Dazu: „Angemerkt“

Quelle: op-online.de

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