Laubbläser wurde zum Staubbläser

Dudenhofen - (bp) Monika Grimm wird jetzt noch ganz anders, wenn sie an die rustikale Reinigungsaktion denkt, mit der am Mittwoch Mitarbeiter einer Gartenbaufirma ihren Garten, Wäsche auf einem Nachbarbalkon, etliche Terrassen und Autos eingesaut haben.

Die Gärtner kamen um 14.30 Uhr, um in der Opelstraße, Höhe der Forsthausstraße, das Unkraut an den Baumscheiben rings um die Haselnussbäume und den Schmutz auf dem Gehweg zu beseitigen. Das geschah so dilettantisch, dass Monika Grimm sich verärgert an unsere Zeitung wandte. Denn die Männer schredderten mit einer Maschine nicht nur das Unkraut, sondern auch gleich die Hundehaufen im Gebüsch. Danach rückte der Trupp mit kräftigen Laubbläsern an und verteilte das unappetitliche Gemisch aus geschnipseltem Bewuchs, Hundekot und Straßendreck (vorm Zusammenkehren) überall. Der zu dieser Zeit starke Wind tat zu der Sauerei ein Übriges.

Mich hat‘s leider auch erwischt, als ich leichtsinnigerweise mal über unsere Mauer geguckt habe“, erinnert sich Monika Grimm nur ungern. „Nur unsere Fische im Gartenteich waren froh. Die schnappen halt nach allem“, nimmt‘s die Anwohnerin mit Galgenhumor. Etliche Stunden hat sie damit verbracht, ihren Garten wieder auf Vordermann zu bringen. „Alles war verschmutzt.“

Nachbarn brachten schnell ihre Autos auf der Straße in Sicherheit. Die Wäsche, die zum Trocknen auf einem Balkon hing, soll indes nicht mehr zu retten gewesen sein.

Auf Anfrage unserer Zeitung bedauerte die städtische Pressestelle den Vorfall sehr. Die Stadtwerke hatten die Gartenbaufirma beauftragt. „Es handelt sich um eine alteingesessene Firma, mit der wir noch nie Probleme hatten“, versicherte Stadt-Sprecherin Simone Jäger. Es sei ein Einzelfall. Der Chef des Unternehmens entschuldigte sich gestern bei den Anwohnern für den missglückten Einsatz und bot Schadenersatz an. Überdies würden die Mitarbeiter angewiesen, die Arbeitsabläufe so zu organisieren, dass dies nicht mehr vorkommen könne. Vielleicht sei es diesmal schief gelaufen, weil zwei neue Mitarbeiter eingebunden waren.

Quelle: op-online.de

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