Lebensmittel aus der Tiefe

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Ganze Familien übten sich am „Goldwaschen“, einer von vielen Spielstationen auf dem Hof des Wasserwerks. Im Tausch für die Nuggets gab es Gummibärchen für die Kinder.

Jügesheim - (eh) Wasser unterschiedlicher Qualitäten war am Samstag am Tag der offenen Tür im Wasserwerk Jügesheim zu erleben. Während die „Goldwäscher“ an einer Spielstation auf der Suche nach Nuggets im Trüben fischten, gab es bei der Werksführung kristallklares Trinkwasser aus dem Sprudelautomaten: +++Fotostrecke+++

Trinken Sie es ruhig, wir tun das auch“, ermunterte Wassermeister Claus Huther die Besucher.

Ein unscheinbarer Erdhügel lässt nicht ahnen, dass sich darunter eine große Halle erstreckt. Die Fenster im Hintergrund erlauben den Blick in die beiden Wasserspeicher.

Das Grundwasser aus den 113 Förderbrunnen des Zweckverbandes Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) kommt aus einer Tiefe von 25 bis 50 Metern. Es muss einige Stationen durchlaufen, bevor es aus dem Wasserhahn fließt. Wenn sich der Sand abgesetzt hat, durchläuft das Wasser eine Aufbereitung mit Filtern und so genannten Rieselkästen, in denen das Wasser mit Luftsauerstoff durchsprudelt wird. Dabei setzen sich unerwünschte Inhaltsstoffe ab. „Was hier so riecht, ist Eisen und ein bisschen Schwefel“, erklärte Huther seinen Zuhörern im Getöse der Pumpen.

Dicke Rohre stellen die Verbindung zu zwei kreisrunden Wasserbehältern dar, die unter einem Erdhügel verborgen sind. Hinter der Eingangstür öffnet sich eine Pumpenhalle mit Sichtscheiben, durch die man in die beiden Behälter blicken kann. Sie fassen je 1 000 Kubikmeter. Wenn sie voll sind, steht das Wasser fünf Meter hoch. Diese Menge reicht für den Tagesbedarf von etwa 15 000 Menschen.

Quelle: op-online.de

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