Leckeres Stöffsche prämiert

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Die Teilnehmer Gerhard Frank (3.), Jörg Trachte (2.) und Sieger Rudi Schmitt (von links) auf einen Blick.

Rodgau - Einmal das Gerippte gegen das Licht gehalten, das Aroma des Apfelweins mit der Nase aufgenommen und anschließend einen Schluck des Stöffsche genommen. Die Jury hatte bei der Apfelweinprämierung des Naturschutzbundes Rodgau (Nabu) alle Kehlen voll zu tun.

Nachdem im vergangenen Jahr elf Bembel zur Verkostung bereit standen, brachten dieses Jahr 20 Kelterer ihr Produkt mit an das Nabu-Vereinsheim.

Darunter auch Marius Napp und Timo Seibert vom Obst- und Gartenbauverein Offenthal , die zweimal die Bestnote „Trinke mer selber“ für die Proben vergaben. Zu den fünf Bewertungsstufen gehörte auch „Kann mer verschenke“ oder „Essig“, was in einigen Fällen tatsächlich auf den Stimmzetteln zu lesen war.

Nachdem Dagmar Eberhard die Bewertungen ausgezählt hatte, triumphierte Rudi Schmitt aus Nieder-Roden. Der gebürtige Sachsenhäuser hatte offensichtlich nicht nur das Talent im Blut (er kelterte zum allerersten Mal), sondern nutze auch die Äpfel des Kleingartenvereins Dudenhofen, die vor den 40 Besuchern mehrfach den Weg unter die ersten fünf Plätze fanden. Schmitt kelterte ohne Hefezusatz in einem Plastikbehälter, der im kalten Keller steht.

Es wurde gefachsimpelt

Neben Schmitt fanden Jörg Trachte aus Weiskirchen und Gerhard Frank aus Waldacker den Weg aufs Podest. Sie erhielten die Urkunden aus den Händen vom Nabu-Vorsitzenden Josef Lach. Waren die Apfelweinkenner unter sich, wurde gefachsimpelt. „An Nikolaus kann man ihn schon trinken“, bezog sich Selbstkelterer und Ideengeber der Veranstaltung, Friedel Meiß, auf das erste vorsichtige Testen des letztjährigen Stöffsche. Aber so richtig ausgereift ist ein Äppler erst sechs Monate nach dem Ansetzen. Letzteres passierte bei den Naturschützern am 3. Oktober beim Apfelkelterfest.

Damals holte auch Vorjahressieger Manfred Büchner den süßen Saft als Grundlage bei den Naturschützern ab. „Der Saft von den Streuobstwiesen ist der Kernigste“, wusste der Hainhäuser. Bei der städtischen Osterausstellung am 2. und 3. März schenkt der Nabu dann Apfelwein aus eigener Produktion aus.

Quelle: op-online.de

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