Lehrer zu 99 % zugeteilt

Rodgau - (eh) Von einer Lehrerzuteilung ohne große Lücken berichten Rodgauer Schulleiter kurz vor dem Start ins neue Schuljahr. Allerdings wird nicht der komplette Unterricht durch voll ausgebildete Lehrkräfte abgedeckt.

Neben Lehrern mit Beamtenstatus beschäftigen die Schulen auch einen bunten Strauß an Angestellten. Die Heinrich-Böll-Schule (HBS) als Spitzenreiterin hat 13 so genannte „BAT-Kräfte“ im Kollegium, teils nur mit wenigen Wochenstunden.

Wir sind zu 99 Prozent versorgt. Nur der Weg dorthin war sehr schwierig“, berichtet HBS-Schulleiterin Andrea Haus. Sie kritisiert die zeitraubende Besetzung von Lehrerstellen „Das ganze System ist zu kompliziert und es kostet zu viel Zeit. Als Schulleiter ist man fast die ganzen Ferien mit Personalmanagement beschäftigt.“ Ein Urlaub im Sommer sei nicht drin.

Bereits im Mai hatte die Schulleiterin erste Gespräche mit Bewerbern geführt. Einen Englischlehrer aus Köln verlor sie aber nach Schleswig-Holstein, weil die Planstelle noch nicht freigegeben war. „Wenn ich mir mit einem Bewerber einig bin, müsste man das gleich mit einer Unterschrift eintüten können“, so Andrea Haus: „Wir bräuchten mehr Selbstständigkeit. Die Verwaltungskräfte müssten aufgestockt werden. Wir müssten die Verträge hier machen können.“

Die Claus-von-Stauffenberg-Schule muss wegen eines Krankheitsfalls umplanen. Doch der Lehrermarkt ist auch für die Oberstufe leer gefegt. Schulleiter Dr. Fredi Ruths setzt auf die Uni Frankfurt, die mit einer Tochterfirma pädagogische Quereinsteiger in Zeitarbeit vermittelt.

Quelle: op-online.de

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