Letzter Bagger ist abgefahren

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Auf zur letzten Fahrt: Im forstwirtschaftlichen Maschinenbetrieb im Langenloh fällt der Hammer. Was jahrelang von Nieder-Roden aus in halb Hessen zum Einsatz kam, wird nun verschrottet oder nach Bebra transportiert. Bernd Regensburg macht den Radlader transportfertig.

Nieder-Roden - (pul) Der Maschinenbetrieb Rhein-Main ist aufgelöst. Der letzte Bagger verließ das Gelände „Im Langenloh“ südwestlich des Don-Bosco-Heims.

Was seit Ende der fünfziger Jahre eigenständige Dienststelle des Landes Hessen innerhalb der Forstverwaltung war, ist im Rahmen der Strukturreform seit wenigen Jahren umgestaltet. Wie es mit der Liegenschaft weiter geht, ist noch offen.

Nieder-Roden gehörte zu den fünf Dienststellen in Hessen, die Maschinen für die Waldbewirtschaftung parkte, wartete und auf die Waldbaustellen bis nach Bad Schwalbach im Taunus, nach Rüdesheim, sowie Langen, Darmstadt und den Odenwald verteilte. Zentralisiert läuft nun alles über Bebra.

Wir hatten 15 Mitarbeiter“, blickt Bernd Menningen auf die Jahre zurück, in denen die Werkstätten am Don-Bosco-Heim vom Lärm der Fräsen, Hammer und Schleifmaschinen erfüllt waren. Der ständige Betrieb ist nun Vergangenheit.

Ganz verwaist ist das Gelände allerdings nicht. Menningen hält noch einsam die Stellung. „Hessen-Forst Technik“ heißt seine Dienststelle nun. Anstelle des Maschinenbetriebes mit Harvestern, Verdichtungsgeräten, Motorgrader und Schlepper, regiert nun der Schreibtisch, von dem aus Menningen als Einsatzleiter den forstlichen Wirtschaftswegebau koordiniert. Man könnte auch sagen, der 47-Jährige hält die Infrastruktur des Waldes in Gang. „Der Wald muss bei der Brandbekämpfung erreichbar sein“, erklärt er die Notwendigkeit eines befahrbaren Wegesystems. Auch die Fahrzeuge für den Holzeinschlag brauchen verdichtete und breite Waldwege. Darüber hinaus sind Rückegassen für den Holztransport zu schaffen und die Schussbahnen für die Jäger freizuhalten.

Auch wenn Bernd Menningen diesbezüglich die Fäden für weite Teile Südhessens in den Händen hält, ist es still geworden im Langenloh. Was mit den zwei Maschinenhallen, dem Bürogebäude und der Werkstatt geschieht, das steht noch in den Sternen.

Quelle: op-online.de

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