Tausendsassa Peter Rottloff

Leuchtende Inspirationen

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Patent angemeldet: Rodgauer Erfinder Peter Rottluff werkelt an diversen Verbesserungen. Auch in der Wohnung in Jügesheim leuchtet es an der Wand hinter Peter Rottluff.  

Jügesheim - Patent angemeldet: Rodgauer Erfinder Peter Rottluff werkelt an diversen Verbesserungen. Von Simone Weil 

Peter Rottluff ist ein echter Tausendsassa: Er studiert Elektrotechnik, malt, fotografiert, spielt Schlagzeug, engagiert sich in einer Feuertanzgruppe und ganz nebenbei tüftelt er noch an Licht- und Laserobjekten herum. Der 33-jährige, dessen Bilder noch bis Donnerstag, 9. Oktober, im ersten Stock des Rathauses in der Hintergasse 15 in Jügesheim während der regulären Öffnungszeiten zu sehen sind, stellt dort mit seiner Mutter Sabina Rottluff aus. Eine Affinität zur Technik habe er schon immer gehabt, sagt der junge Mann, er habe früh angefangen, Radios auseinanderzuschrauben und spätestens als Teenager einen Lötkolben in der Hand gehabt. Nach einer Ausbildung zum Kommunikationselektroniker und diversen Jobs, entschloss sich der Bastler schließlich zum Studium der Elektrotechnik an der Fachhochschule Frankfurt. Dort arbeitet er auch als Tutor im Roboterlabor und finanziert damit seine Ausbildung. Weil ihm immer wieder Dinge in die Hand fallen, von denen er glaubt, dass sie verbesserungswürdig sind, experimentiert er so lange herum, bis sie so sind, wie der Hobby-Erfinder sich das vorstellt. Ein erstes Patent etwa gab es für das Fahrradlicht, das im Hinterrad so fantastische Effekte erzeugt.

Er habe das Rad nicht neu erfunden, sagt der Bastler bescheiden. Das Produkt gab es schon, doch immerhin zwei Jahre lang hat Peter Rottluff das kleine Display weiterentwickelt. „Es sind oft Kleinigkeiten, mit denen man sich das Leben leichter machen kann“, meint Peter Rottluff. Immer wieder werden Wünsche und Anfragen an ihn herangetragen, die in irgendeiner Form mit Beleuchtung zu tun haben: ob das Lampions für einen Club sind, deren reflektierender Effekt ans Polarlicht erinnert, oder eine Art beleuchteter Bilderrahmen, wie sie derzeit im Rathaus zu sehen sind. Auch bei der „Rodgau Art“, die vom 24. bis 26. Oktober im Bürgerhaus Nieder-Roden statt findet, will der Schlagzeuger der Punkband „Die Bonzen“ wieder dabei sein und seine Arbeiten zeigen. Dafür hat er bereits kleine Bilder im Postkartenformat produziert, die ihr Aussehen verändern, wenn sie im Schwarzlicht präsentiert werden. Weil es dem jungen Mann außerdem auch Spaß macht, sein Wissen weiterzugeben, engagiert er sich auch sozial in der Humanitas-Kinderhilfe-Stiftung und bietet Workshops und Ferienaktionen für Jugendliche an: im Schiller-Haus in Urberach oder im Jugendhaus Dudenhofen.

Amerika-Ausstellung der Modellbahn-Covention in Rodgau (2013)

Amerika-Ausstellung der Modellbahn-Convention

Dort gibt es Nachhilfe in Elektronik mit Löten, Verbinden und Isolieren – die aber locker, kreativ und kein bisschen belehrend daherkommt, deswegen heißt das Seminar auch „Daniel Düsentriebs Elektronik Schnupperkurs“. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gemacht, benachteiligten Familien Hilfe zu leisten, in dem sie es den Kindern ermöglicht, an Bildungsprozessen teilzuhaben. dass alles etwas von diesem Engagement haben, bestätigt Rottlufs Erfahrung: „Beim letzten Kurs in Rodgau wollten die Kinder gar nicht aufhören. Sie sind so begeisterungsfähig – das ist das Schöne daran, auch für mich.“

Quelle: op-online.de

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