Wie bleibt der Muttertags-Strauß lange frisch

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Floristin und Ausbilderin Sabrina Meißner von Blumen Winter strahlt mit den herrlichen Sträußen um die Wette.

Rodgau/Rödermark - (bp/eh) Mit dem Muttertag (Sonntag) steht Floristen und Gärtnereien einer der umsatzstärksten Tage des Jahres ins Haus. Wir haben Experten befragt, wie die bunte Liebeserklärung am längsten frisch bleibt.

Einige Blumengeschäfte geben auch eine Frischegarantie von einer Woche. Blumenhändlerin Martina Schwanzer: „Sollte nach zwei, drei Tagen schon etwas sein, ist es wichtig, dass man drüber spricht.“

Der Gesamtumsatz mit Schnittblumen lag nach Angaben im Internet 2008 bei etwa 3,2 Milliarden Euro. Das geht aus Zahlen der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle hervor. Pro Kopf kaufen die Deutschen jährlich Schnittblumen für rund 39 Euro. Aber es muss nicht immer ein Strauß sein, wie die eindrucksvolle Vielfalt zum Beispiel bei den Gärtnereien Fischer und Haufler dokumentiert. Auch das Internet spielt beim Blumenkauf eine immer größere Rolle. Schätzungen der Agrarwirtschaft zufolge wird bereits jeder zehnte Blumenstrauß über das WWW verkauft.

Der Schnitt macht's

Birgit Winter, Blumen Winter (Jügesheim): „Der Schnitt ist entscheidend. Die Blumen schräg anschneiden, alle zwei Tage Wasser wechseln und wieder anschneiden. Von Frischhaltepulver halte ich nichts. Kunden sollten kurzstielige Sträuße wählen. Die halten länger.“

Dekorative Pflanzenschale

Ralf Fischer, Pflanzenzentrum Blumenau (Dudenhofen): „Es muss nicht immer ein Strauß sein. Bepflanzte Schalen sind auch sehr dekorativ. Geranien sind für die Sonne geeignet, Begonien für den Schatten. Man muss darauf achten, dass das Gefäß Abflusslöcher hat.“

Grüne Blätter ab

Martina Schwanzer, Blumen und Schmuck Wodack (Dudenhofen): „Bei Rosen möglichst viele grüne Blätter abmachen. Sollte eine Rose den Kopf hängen lassen, frisch anschneiden, grüne Blätter befeuchten, in feuchtes Papier packen, zwei Stunden ins Wasser stellen.“

Nur keine Sonne

Manfred Beckmann, Irma Blumen zum Leben (Nieder-Roden): „Blumensträuße sollten hell stehen, aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Rosen und Freesien halten sich mindestens eine Woche, Exoten wie Calla und Anthurien auch bis zu zwei Wochen.“

Bloß keine Zugluft

Karin Stockenhuber-Braun, Blumenhaus Wittich (Ober-Roden):

„Der Strauß darf nicht in Zugluft stehen. Das ist besonders für Rosen Gift. Wichtig ist das Frischhaltepulver. Und natürlich frisches Wasser und ein frischer Anschnitt nach dem Kauf. Das ist sogar extrem wichtig.“

Quelle: op-online.de

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