Wetter macht Adventsmarkt zu schaffen

Lichterkette auf letzten Drücker

Vorsitzender Werner Ott (rechts) und seine Männer vom Sonntagverein sangen nicht nur für die Marktbesucher, sondern bewirteten sie auch an ihrem Stand.

Nieder-Roden (lö) - Sie können einem schon leid tun, Günther Keller und seine Mitstreiter vom Arbeitskreis für Heimatkunde. Da stellen sie einen überaus liebenswerten Adventsmarkt auf die Beine, und dann machen ihnen Schauer und Sturmböen einen Strich durch die Rechnung.

„Liebe Gäste des Wind- und Regenweihnachtsmarktes“, begrüßten Keller und Ortsvorsteher Edgar Ott denn auch am Samstagabend die wetterfesten Unverdrossenen, die durch die kleine Budenstadt zwischen St. Matthias-Kirche und Heimatmuseum bummelten. 17 Aussteller waren dabei, meist Vereine, dazu drei engagierte Familien. Das Problem der Trittbrettfahrer wie in Jügesheim - dort öffneten Geschäfte einfach, ohne sich an den Kosten des Adventsbummels zu beteiligen - stellte sich in Nieder-Roden nicht.

Keller hatte außer dem Wetter aber ganz andere Sorgen. „Ich bin sehr enttäuscht, dass die Stadt uns keine Lampen aufgehängt hat, das ist beschämend“, schimpfte er und zog für einen Moment den Stecker der Lichterkette, die der Arbeitskreis noch auf die Schnelle besorgt hatte: „So sähe es aus, wenn wir uns aufs Rathaus verlassen hätten!“ Auch den Weihnachtsbaum vorm Haus der Musik hatten die Männer vom Bauhof erst auf den letzten Drücker erleuchtet.

Die Marktbeschicker legten sich trotz aller Widrigkeiten kräftig ins Zeug. „Bei uns gibt"s die besten handgeriebenen Kartoffelpuffer“, warb Abteilungsleiterin Bettina Berger am Stand der SG-Gymnastikdamen. Eine Kostprobe bewies, dass die Männer und Frauen in der Küche ihr Handwerk verstanden.

„Ess iss wie"s iss“, machte Günther Keller angesichts des spärlichen Besuchs auch gar nicht auf Schönfärberei und blickte lieber nach vorne auf die nächste Aktivität. Ab Mittwoch, 7. Dezember, verkauft der Arbeitskreis für Heimatkunde am Reiber-Kreisel Christbäume. Der Stand neben dem Geflügelzuchtverein ist montags bis donnerstags von 13 bis 17 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Quelle: op-online.de

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