Lieblinge aus Afrika

+
Glücklicherweise ist die Wohnung groß genug. Andrea Jäger züchtet Rhodesian Ridgeback und lebt mit einem vierbeinigen Quartett unter einem Dach.

Jügesheim ‐ Das Glück der Erde liegt nicht immer auf dem Rücken der Pferde. Andrea Jäger jedenfalls liebt seit 18 Jahren Körperbau, Farbe und Gemüt einer edlen Hunderasse: Rhodesian Ridgeback. Von Andreas Pulwey

Inzwischen kann sie sogar die ersten Zuchterfolge bei den bis zu 69 Zentimeter großen, muskulösen Hunden vorweisen, und sie hat manchen Tipp für Hundeliebhaber auf Lager, die mit einer Neuanschaffung liebäugeln. Schon seit 19 Jahren leben Hunde im Haushalt von Andrea Jäger. Seit 18 Jahren liebt die 49-Jährige besonders die exotische Rasse Rhodesian Ridgeback. Importiert aus der Heimat der schönen Tiere in der ungewöhnlichen Farbe Rot-Weizen, dem südlichen Afrika, gelangte damals der erste Vertreter der Rasse in die Mühlstraße.

Die Hunde heben sich deutlich von anderen Vierbeinern ab

Mit dem auffällig dunklen Fellband hinten auf dem Rücken, dem so genannten Ridge, heben sich die Hunde deutlich von anderen Vierbeinern ab. Diesen umgekehrten Aalstrich tragen auch Sam Bengal von See, Khanga Roode Draai und Amira Mooi River, die drei Rhodesian Ridgeback, die bei Andrea Jäger ein Zuhause gefunden haben. Abgerundet wird das vierbeinige Trio durch den Rottweiler-Mix Paco.

Bei aller Faszination für die Zuchtkriterien der Südafrikaner darf aber die Pflege nicht vergessen werden. „Wer sich ein Tier anschafft, hat sich genauestens zu informieren, für was die Rasse ursprünglich gezüchtet wurde“, so Andrea Jäger. Selbst ein kleiner Jack-Russell-Terrier muss geistig gefordert werden. Dazu gehören Tricks beibringen, Hundetraining und entsprechende Spielsachen aus dem Handel anschaffen, bei denen das Tier erst dann sein Leckerli findet, wenn es die richtige Taste auf dem Spielzeug drückt. Border-Collies beispielsweise brauchen permanent Beschäftigung und sind nichts für Halter in einem Beschäftigungsverhältnis.

Tagsüber hört der Hundefreund beruhigendes Schnarchen

Rhodesian Ridgeback dagegen sind eher bequeme Charaktere. Von ihnen hört der Hundefreund tagsüber oft ein beruhigendes Schnarchen. Dabei sind Rhodesian Ridgeback eigentlich Jagdhunde, die früher zur Hetzjagd auf Großwild (sogar Löwen) eingesetzt wurden.

In der freien Natur bricht dieses Naturell trotz aller Häuslichkeit gern durch. Und dann ist Toben angesagt. Auch wenn Frauchen beim Gassigehen nebenher joggt, mögen das die tierischen Begleiter. Und so bleiben Mensch und Tier gesund.

Damit die Vierbeiner gut im Futter stehen, gibt ihnen die Jügesheimerin hochwertiges Trockenfutter und manchmal Frischfleisch oder Pansen. Bei so viel Pflege bleibt der Nachwuchs nicht aus. 2007 erblickten neun Welpen das Licht der Welt. Ein Jahr später folgten 13 kleine Ridgebacks. Gut behütet von der engagierten Züchterin, lebt der umsorgte Nachwuchs in einem eigenen Häuschen hinter der Garage auf dem Gartengrundstück. Eine Videokamera zeigt Andrea Jäger das Treiben innerhalb der agilen Schar auch dann, wenn sie gerade am Herd steht.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare