Lions Club wirbt um neue Mitglieder

Löwen-Rudel soll wachsen

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Auch der langjährige Pressesprecher der Lions, Willi Burg, freut sich auf die Gäste am 3. Mai, 19 Uhr, in Jügesheim.

Rodgau - Die internationale Lions-Gemeinschaft feiert 100. Geburtstag. Auch in Rodgau und Rödermark sind die Löwen los – und sehr aktiv. Großes Kino verspricht der lokale Club zur Feier dieses 100.

Geburtstages seiner Mutterorganisation Lions International am 3. Mai in den Saalbau Lichtspielen Jügesheim bei einer Informationsveranstaltung. Redaktionsleiter Bernhard Pelka sprach im Vorfeld darüber mit dem langjährigen Lions-Pressesprecher Willi Burg.

100 Jahre sind eine lange Zeit. Wie hält man sich als so alter Club trotzdem jung?

Mit Arbeit und Spaß. Die Arbeit ist in den 100 Jahren nicht weniger geworden. Hilfe in der Nachbarschaft und in der Welt, für Bedürftige, bei Katastrophen und vielem mehr. Dies alles im Sinne des Lions-Mottos „We serve“ – „Wir dienen“. Und gemeinsame Hilfe macht Freude. Aber wir wissen auch, dass man nicht nur arbeiten kann, und unternehmen in der Clubgemeinschaft als Ausgleich zum Beispiel gemeinsame Reisen, Ausflüge und mehr. Allerdings muss auch jeder einzelne Lions Club darauf achten, dass er nicht überaltert. Insofern würden wir uns über jüngere Damen und Herren freuen, die sich einbringen.

Verstaubt ist Ihre Gemeinschaft nicht. Trotzdem waren Frauen lange Zeit außen vor.

Ja, aber das hat sich geändert. Lions wurde 1917 als Club von Männern gegründet. Viele Jahre blieb das so. Auch der Lions Club Rodgau-Rödermark war in seinen bisherigen 30 Jahren ein reiner Herrenclub. Allerdings sind meine Freunde und ich der Meinung, dass das nicht mehr in unsere Zeit passt. Deshalb haben wir unlängst einstimmig beschlossen, den Club für Damen zu öffnen. Mehr noch: Wir laden interessierte Frauen ausdrücklich und herzlich ein, bei uns Mitglied zu werden! Dieser Beschluss wurde übrigens mit vollem Einverständnis unserer Ehefrauen und Lebenspartnerinnen gefasst, die das Clubleben ohnehin bereits wesentlich mittragen – auch ohne Mitglied zu sein.

Willkommen sind Ihnen also Männer wie auch Frauen, die sich sozial engagieren möchten – die nötigen finanziellen Mittel vorausgesetzt.

Dass man reich sein muss in unserem Club, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Weder sind die Lions besonders wohlhabend, noch ist der Mitgliedsbeitrag von etwa 240 Euro im Jahr unerschwinglich. Entscheidend ist die Bereitschaft, gemeinsam Aktionen zu entwickeln und durchzuführen. Wir sprechen dabei von „Activities“, mit denen wir das Geld sammeln, das in soziale Projekte fließt – vorwiegend übrigens in unserer Region. Beispiel für eine solche Activity ist die bekannte „Nacht der Löwen“, ein Wohltätigkeitsball, den unser Club alle zwei Jahre veranstaltet. In diesem November ist es übrigens wieder so weit.

Konzerte wie „Orwisch Live“ und die „Nacht der Löwen“ – das hört sich an, als ob die Lions gern das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden?

Ich würde eher sagen: saure Wochen, frohe Feste. Denn so ein Ball oder auch ein Konzert müssen sehr gut vorbereitet werden, um zum gewünschten Erfolg zu gelangen. Das bedeutet unzählige Arbeitsstunden.

Wie sieht das Clubleben denn sonst aus und: Wie kommt es zu der Entscheidung für ein bestimmtes Projekt?

Bei uns kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Zu den Reisen, wie zum Beispiel jetzt im Mai an den Bodensee, kommen Ausflüge und Exkursionen hinzu, Museumsbesuche, Stadtführungen oder auch interessante Vorträge im Club. Und die Entscheidung darüber, an wen und in welcher Größenordnung der Club Zuwendungen vergibt, erfolgt nach Prüfung der Bedürftigkeit und Diskussion jeweils durch Mehrheitsbeschluss in der Clubversammlung.

Nennen Sie doch bitte ein, zwei beispielhafte Lions-Projekte.

Im Rahmen unseres langjährigen Clubmottos „Kindern eine Chance geben“ unterstützen wir in unserer Region vorwiegend Schulen und Kitas, für deren Projekte zur Gesundheits-, Sucht- und Gewaltprävention. Beispiele sind die Initiativen „Klasse 2000“ und „Lions-Quest“. Hinzu kommen Zuwendungen an Einzelpersonen oder Familien in nicht vorhersehbaren Notsituationen. Die in Rodgau und Rödermark eingerichteten Tafeln erfuhren wiederholt unsere finanzielle Unterstützung. Bei „Tante Emma“ in Rodgau gehört unser Club übrigens zu den Gründungsmitgliedern. Die Initiative der hiesigen Rotarier begleiten wir als Stifter. Zudem haben wir im Rahmen der Flüchtlingshilfe diverse Zuwendungen geleistet – unter anderem zur finanziellen Ausstattung der „Fahrradwerkstatt“’ in Ober-Roden. Auch tragen wir die von „Lions International“ begleiteten Großprojekte zur Ersthilfe nach Naturkatastrophen, zur Bekämpfung der Blindheit in Entwicklungsländern und zur Verbesserung der Lebensbedingungen über die Bereitstellung von sauberem Wasser in Uganda –und vieles mehr.

Was dürfen die Gäste denn am 3. Mai in den Saalbau Lichtspielen erwarten?

In der Hauptsache berichten wir von unserer Arbeit und unseren Zielen.

Und der Ort der Veranstaltung bestimmt auch das Programm?

Als uns klar war, dass wir eine solche Informationsveranstaltung machen wollen, stellte sich natürlich die Frage nach dem Wo und Wie. Da hat uns unser Lions-Freund Franz Göbel, der Inhaber des Kinos, spontan seinen Saalbau angeboten. Mehr noch: Er wird unsere Gäste mit Häppchen und Getränken bewirten. Es werden kurze Filme aus der Lionsgeschichte gezeigt – insbesondere über das internationale Wirken der Lions. Und da wir nun einmal ein so großes Kino zur Verfügung haben, werden wir auch noch einige preisgekrönte, internationale Kurzfilme vorführen.

Wie lange sollte man sich am 3. Mai Zeit nehmen?

Wir planen etwa 90 Minuten, vielleicht etwas länger. Das kommt auf die Gesprächsfreude der Gäste an. Natürlich ist der Eintritt kostenlos. Jede Dame, jeder Herr aus unserer Region ist willkommen, und auch Freunde dürfen mitgebracht werden. Das Saalbau-Kino bietet Platz auf 150 gemütlichen Sesseln.

Quelle: op-online.de

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