Baum prägt Ortsbild in Dudenhofen

Luther-Linde: Letzte Rettung mit der Säge?

Dudenhofen - (eh) Die kranke Linde an der evangelischen Kirche Dudenhofen ist möglicherweise doch noch zu retten. Ein drastischer Rückschnitt der Krone soll den Baum so weit entlasten, dass er wieder austreibt. Dies kündigte Erste Stadträtin Hildegard Ripper gegenüber unserer Zeitung an. Die Linde ist aus dem Ortsbild kaum wegzudenken.

Sie wurde 1883 zum 400. Geburtstag des Kirchenreformators Martin Luther gepflanzt.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Baum von einem Pilz befallen, der die Kapillargefäße schädigt. Nächste Woche soll sich ein weiterer Sachverständiger mit einer Kernbohrung Gewissheit über das Schadensbild verschaffen. Bei dieser Gelegenheit werde das Totholz entfernt und die Krone zurückgeschnitten, kündigt die Erste Stadträtin an. „Da darf man nicht erschrecken, dass das während der Phase des Austriebs passiert“, warnt sie ihre Mitbürger vor, „früher hat man solche Schnitte nur im Winterhalbjahr vorgenommen.“

Bereits vor dem so genannten Entlastungsschnitt hat die Stadt versucht, dem kranken Baum Luft zu verschaffen. Ein Teil des Erdbodens wurde ausgehoben und durch poröses Lavagestein ersetzt, damit die Wurzeln trotz des versiegelten Kirchenparkplatzes mehr Wasser bekommen. Arbeiter des städtischen Bauhofs haben den Baum ordentlich gewässert und ihm eine Extraportion Dünger spendiert. „Wir haben die Linde in besondere Obhut genommen“, sagt Hildegard Ripper. Für Freitag dieser Woche sei eine zweite „Vitaldüngung“ vorgesehen.

Quelle: op-online.de

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