Schafe pflegen Feuchtwiese

Mäher machen „Mäh“

Markus Metzger ist mit seinen Schafen auf der Feuchtwiese zwischen Rodau und Rußfabrik. Die Tiere, unter denen auch seltene Rassen sind, leisten die vorgeschriebene Pflege besser als schwere landwirtschaftliche Geräte.

Hainhausen - (eh) Die Feuchtwiese an der renaturierten Rodau in der Nähe der Rußfabrik wird erstmals durch Schafe gepflegt.

Etwa 25 Tiere des Rodgauer Schäfers Markus Metzger stehen seit Anfang Juli eingezäunt auf dem Feuchtwiesenabschnitt „An der Rußbude“ zwischen Rodau und Rußfabrik. Dort sollen sie dem üppigen Bewuchs der extensiven Grünfläche, auf der ein Feuchtbiotop entstanden ist, langsam Herr werden.

Eine Pflege mit schwerem landwirtschaftlichem Gerät hatte sich in den vergangenen Jahren als schwierig bis unmöglich erwiesen. Die Freihaltung dieser Fläche ist jedoch gemäß Pflegeplan für die Uferbereiche der Rodau erwünscht. So bot sich der Einsatz der Tiere an. In diesem schwer zugänglichen Gebiet sind sie ideale Helfer. Die Schafe eignen sich aufgrund ihrer Genügsamkeit, Beweglichkeit und geringen Trittbelastung zur Pflege fast aller Flächen. Sie finden Einsatz an trockenen, feuchten, ebenen und steilen Geländen. Auch auf weichem, torfigem Boden können sich die Tiere bewegen, ohne einzusinken.

Die Stadt Rodgau hat sich den glücklichen Umstand eines ortsansässigen Schäfers zunutze gemacht und ihn für die Beweidung des Renaturierungsbereichs gewonnen. Seine Schafherde umfasst neben Wirtschaftsrassetieren auch Ostpreußische Skudden und Zackelschafe, die vom Aussterben bedroht sind. Sprich: Ein „lebendiges Museum“ an der Rodau.

Auch diese seltenen Tiere sind an Spaziergänger und angeleinte Hunde gewöhnt. Informationen zu den Schafen, zu naturpädagogischen Schaf-Events und anderen Angeboten bietet Markus Metzger im Internet unter http://www.schafeimrodgau.de. Im der städtischen Umweltabteilung stehen Juditha Sender und Dirk Engelmann unter z 693-1350 und -1351 als Ansprechpartner zur Verfügung.

Quelle: op-online.de

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