Gruppen präsentieren sich beim Wettbewerb

Männerballett: Akrobatisch nicht zu schlagen

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Magisch-orientalisch: Das TGS-Männerballett aus Seligenstadt lieferte in Jügesheim die beste sportliche Leistung ab.

Jügesheim - Hexensabbat, Totentanz, orientalischer Zauber und ferne Galaxien – nahezu grenzenlos schien der Horizont am Samstagabend in der Jügesheimer JSK-Halle zu sein.

Beim zweiten Männerballett-Wettbewerb der JSK-Fastnachter stieg nicht nur die Stimmung über den Siedepunkt hinaus, am Ende gab es nach drei Stunden Show auch einen strahlenden Sieger. Mit dem Wanderpokal für die beste Vorstellung des Abends bedachte die fünfköpfige Jury die nach Durchschnittsalter jüngste und mit nur acht Tänzern auch kleinste Truppe im Wettbewerb, dem sich wiederum sieben Formationen gestellt hatten. Die „Smoking Flamingos“ vom Carnevalclub Harreshausen waren zwar rauch bei der Premiere im vergangenen Jahr dabei, sie mussten den Gesamtsieg aber der einheimischen Konkurrenz überlassen.

Die Rodgauer Formation „Taktlos“ trat diesmal nicht an, und so war der Weg für die ambitionierten Gäste frei. Mit ihrer ebenso rasanten wie vielseitigen Choreografie „Grease“ mit Disco-Hits und mehrfachem Kostümwechsel teils auf offener Bühne verdienten sich die Mannen mit nur ganz knappem Vorsprung auch den Publikumspreis und brachten aus Sicht der Juroren zudem besonders gekonnt die Gefühle der Zuschauer in Wallung.

Den besten Gesamteindruck hinterließen diesmal die „Schlappedapper“ aus Aufenau als schaurig ausstaffierte Woodoo-Priester. Dank fluoreszierender Kontaktlinsen starrten die Tänzer sogar mit einem authentischen bösen Blick unter ihren Horror-Masken hervor. Den lustigsten Tanz lieferten die „Plattgedappte Ausschmeißgutsjer“ aus Seligenstadt – erst kittelbeschürzte Putzfrauen, dann fesche Hexen mit einem furiosen Besen-Ritt.

Sportlich nicht zu schlagen waren die arabischen Magier von der TGS aus Seligenstadt – kein Wunder, wurde die prächtig kostümierte Truppe doch von der Karnevalsabteilung des größten Sportvereins in der Nachbarkommune ins Rennen geschickt und heimste den Preis für die beste Akrobatik ein. Die stärkste Bühnen-Präsenz entfalteten die „Hot Dogs“ von der SKG Mittelgründau als rosa bebrillte Bergsteiger. An Kreativität unübertroffen blieben die „Hoschebäuch“ vom Ersten Sprendlinger Karnevalsverein: Bestechend nahe am Film-Original stellten die „Hosenbäuche“, das Science-Fiction-Drama von der Invasion auf dem Planeten Atava nach.

Männerballett-Wettbewerb der JSK-Fastnachter: Bilder

War mit dem Metaxa-Ballett des RCC Knallkepp und einer getanzten Hütten-Gaudi diesmal nur eine Rodgauer Formation zum Heimspiel angetreten, stützten sich Organisation und Regie wiederum auf geballte Giesemer Fastnachtskompetenz. Moderatorin Simone Gajewski, die neben den Cheerleaders der Frankfurt Universe auch diesmal Stimmungskanone Thorsten Resch mit Schlagern, Oldies und Partyhits ins Getümmel schicken konnte, ließ beim Finale das Organisationsteam des SKV-Männerballetts um Ina und Siggi Balz, Melanie Schubert und Jennifer Jäger hochleben.

Eine formelle Bestätigung gab es am Samstagabend zwar noch nicht, die sprichwörtlichen Spatzen pfiffen es indessen umso lauter von den Dächern: Der Jügesheimer Männerballett-Contest steht aller Voraussicht nach auch nach dem nächsten Rosenmontag wieder auf dem Rodgauer Veranstaltungskalender. (zrk)

Quelle: op-online.de

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