Wohngebiet hinter der Claus-von-Stauffenberg-Schule

Magistrat teilt Grundstücke neu ein

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Hier soll das neue Wohngebiet „Hinter dem Dell“ entstehen. Links unten ist das Kögelgelände, das in den 1980er Jahren bebaut wurde.

Dudenhofen - Die Aufteilung der Grundstücke für das geplante Baugebiet hinter der Claus-von-Stauffenberg-Schule kann beginnen. Der Magistrat hat das Umlegungsverfahren in dieser Woche eingeleitet, obwohl der Bebauungsplan noch lange nicht fertig ist.

Auf 67.299 Quadratmetern soll das Wohngebiet „Hinter dem Dell“ entstehen. Davon dürften rund 40.000 Quadratmeter auf die eigentliche Wohnbaufläche entfallen. Der Rest sind Straßen und Wege, öffentliche Einrichtungen und Ausgleichsflächen für die Natur. Das Gebiet besteht bisher aus 21 privaten Grundstücken. Außer den Feldwegen besitzt die Stadt dort kein Stück Land. Das soll sich durch die Umlegung ändern. Seit Anfang des Jahres bemüht sich die Hessische Landgesellschaft (HLG) darum, Grundstücke anzukaufen. Den Preis hat das Stadtparlament vor einem Jahr auf Betreiben der CDU auf 65 Euro pro Quadratmeter festgelegt – fünf Euro höher als die HLG kalkuliert hatte.

Die staatliche Treuhandstelle kauft Grundstücke an, lässt Leitungen legen und Straßen bauen und verkauft dann die fertigen Bauplätze. Die HLG nimmt an, die Bauplätze in Dudenhofen-West für 350 Euro pro Quadratmeter verkaufen zu können. Das liegt am unteren Rand der Bodenrichtwerte in den angrenzenden Wohngebieten (350 bis 380 Euro). Noch gibt es nicht einmal den Entwurf eines Bebauungsplans. Der Plan „D 24“ wird gerade erarbeitet. Gleichzeitig findet die Umlegung statt, um Zeit zu sparen. Der Magistrat sieht die Chance, Ergebnisse der Verhandlungen zwischen HLG und Eigentümern in den Bebauungsplan einzuarbeiten. Die Neuordnung der Grundstücke will der Magistrat mit allen Beteiligten aushandeln.

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Die ersten Bauplatz-Interessenten meldeten sich bereits im Februar zu Wort, und zwar in der Bürgerfragestunde des Stadtparlaments. Bürgermeister Jürgen Hoffmann kündigte damals an, „dass mit einer Bebauung frühestens 2020 begonnen wird“. Die HLG werde „nicht vor 2019“ eine Interessentenliste anlegen. Erst dann gebe es die Möglichkeit, sich um Bauplätze zu bewerben. Nach den Erfahrungen in Jügesheim und Hainhausen erwartet die HLG, dass sie etwa die Hälfte der Flächen erwerben kann. Die Eigentümer der anderen Flächen erhalten dann nach der Umlegung Bauplätze zugeteilt und müssen Erschließungsbeiträge bezahlen.

Das geplante Wohngebiet umgibt die Claus-von-Stauffenberg-Schule in Form eines großen „L“. Es ist eines von drei Neubaugebieten, die die Stadt parallel vorantreibt. Die beiden anderen liegen im Südwesten Nieder-Rodens sowie westlich von Jügesheim und Hainhausen. (eh)

Quelle: op-online.de

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