Muskelkraft, Ausdauer und Geschick verhelfen zum guten Ende

Maibaum schmückt den Erhard-Platz

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Ausdauer, Augenmaß und pralle Bizeps waren beim Maibaumstellen in Dudenhofen gefragt.

Dudenhofen -  Rot und Weiß mit Kranz und bunten Bändern – über dem Ludwig-Erhard-Platz in Dudenhofen ragt wieder ein Maibaum auf.

Rund 20 Minuten und jede Menge Schweiß kostete es einen Trupp starker Männer, das Saison-Symbol des Gewerbevereins in die Vertikale zu bringen. Zur Belohnung gab’s Applaus von mehreren hundert Zuschauern und ein schräges Ständchen von der Guggemusik.

Zu überhören war die fröhliche Karawane, die sich auf der Turmstraße rund um das gute Stück formiert hatte, schon auf dem Anmarsch aus Nieder-Roden nicht. Mit dröhnendem Schlagwerk und schmetterndem Blech tat die Druffkapell das Ereignis kund und lockte zahlreiche Mitläufer an. Die akustische Kulisse verstärkten das Schellengeläut des Vierspänners mit einem Quartett rabenschwarzer Kaltblüter, den erstmals die Brauerei Glaab aus Seligenstadt geschickt hatte, und eine Kolonne tuckernder, ratternder und zischender Oldtimer-Traktoren. Einer der Veteranen schleppte den Maibaumstamm, fertig dekoriert mit 27 Wappen- und Zunfttafeln von örtlichen Handels- und Handwerksbetrieben, auf zwei Bauern-Fuhrwerken die zwei langen Kilometern Zugweg bis zum Ort der Tat. Auf dem Ludwig-Erhard-Platz fanden sich derweil immer mehr Gäste ein.

Zum siebten Mal rechtfertigte die Veranstaltung ihren redlich erworbenen Ruf, das erste innerörtliche Volksfest der Saison zu sein. Mit dem erwartungsvollen Publikum harrte ein mobiler Baukran mit Ausleger auf die Zeremonie – aber nur zur Sicherheit: Zwar wurde die Mastspitze am Kranhaken vertäut, in die Senkrechte zu stemmen war er dann aber nach alter Sitte mit Muskelkraft. Neben dem strammen Bizeps mussten die zahlreichen Helfer Ausdauer mitbringen: Mittels Kanthölzern immer wieder abgestützt und mit Hilfe von Drückstangen, wuchs der weithin sichtbare Frühlingsbote, mehrfach in der Lage korrigiert, nach dem Hebel-Prinzip gleichsam etappenweise empor.

Bilder: Maibaum am Ludwig-Erhard-Platz

Aufrecht hieß dann freilich noch nicht kerzengerade. Vielmehr ragte der rot-weiße Riese – der nahe Kirchturm ließ da als Referenzobjekt keinen Zweifel zu – zunächst schepp ins Ortspanorama hinein. Exaktes Verkeilen forderte Augenmaß und zahlreiche Hammerschläge, bevor alles im Lot war. (zrk)

Quelle: op-online.de

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