Projekt in Rodgau

Bedürftige Senioren: Essen für 2,50 Euro

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Die dunkle Wolke über dem Johannitergebäude in Nieder-Roden trügt. Alle Beteiligten sind froh, ein neues Projekt für Bedürftige angestoßen zu haben (von links): Richard Schmitz, kaufmännischer Geschäftsführer der Maingau Energie GmbH, Johanniter-Vorstand Dr. Karsten Falk, Projektleiter Dr. Wilfried Hattke (Johanniter), Petra Scondo (Vertrieb Privatkunden Maingau Energie GmbH) und Horst Beck (Leiter Öffentlichkeitsarbeit Maingau Energie GmbH).

Rodgau - Die Not ist näher als man denkt. Deshalb bietet die Johanniter Unfall-Hilfe jetzt bedürftigen Senioren eine warme Mahlzeit für 2,50 Euro pro Lieferung an.

Jährlich stellt der Menüservice der Johanniter Unfall-Hilfe überwiegend im Landkreis Offenbach 45.000 warme Mahlzeiten zu. Die Johanniter können dieses Angebot nun dank einer 25.000-Euro-Spende der Maingau Energie GmbH auf bedürftige Senioren ausweiten, die sich bisher ein warmes Mittagessen nicht leisten konnten. Befristet auf zunächst ein Jahr, bekommen die Teilnehmer der Aktion „Pay what you can - Bezahle was du kannst!“ für rund 2,50 Euro ein Menü vor die Haustür geliefert, das sonst im Schnitt 6,85 Euro kostet. Gestern stellten die Johanniter und die Maingau das Projekt vor, das in den nächsten 14 Tagen anläuft.

Johanniter-Vorstand Dr. Karsten Falk dankte dem Obertshäuser Energieversorger für dessen Engagement. In der Tat ist dies die bisher größte Einzelspende von Maingau. „Mit unserem wirtschaftlichen Erfolg reifte die Überzeugung, sich sozial stärker engagieren zu wollen“, erläuterte der kaufmännische Geschäftsführer Richard Schmitz.

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Johanniter-Projektleiter Dr. Wilfried Hattke schilderte die Motive der Johanniter: „Die Leute sparen selbst beim Essen. Wir mussten einen Weg finden, die zu erreichen, die wir bisher nicht erreicht haben.“ Mit Unterstützung der städtischen Seniorenberatungen im Landkreis werde der Bedarf ermittelt und Kontakt zu Teilnehmern geknüpft. Zum Nachweis der Bedürftigkeit diene der Renten- oder SGB-Bescheid über Zuschüsse nach dem Sozialgesetzbuch. Kontakt ist auch über die Johanniter möglich unter 06106/87100. 

(bp)

Quelle: op-online.de

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