Mehr Lärm in Rodgau gemessen

Rodgau (eh) - Die Fluglärmmessungen in Rodgau sollen weitergehen. Bürgermeister Jürgen Hoffmann kündigt Gespräche mit der Bürgerinitiative „Anflug mit Ruhe“ an. Das Ziel sei, über die Einrichtung einer gemeinsamen und dauerhaften Messstelle nachzudenken.

Gemeinsam mit mehreren Nachbarkommunen klagt die Stadt Rodgau gegen ein neues Anflugverfahren zum Frankfurter Flughafen („Segmented Approach“) und die mangelnde Beteiligung im Genehmigungsverfahren. Der seit Februar laufende Probebetrieb hat vor allem nachts mehr Fluglärm zur Folge. Erste Messergebnisse wurden vor einigen Tagen vorgestellt.

„Mit der Einführung des neuen Anflugs ist es in Rodgau lauter geworden“, fasst die städtische Pressestelle das Ergebnis der Auswertungen zusammen. Im monatlichen Mittel der einzelnen Überflugereignisse erreiche Rodgau fast die Kategorie des „unzumutbaren Fluglärms“ in der Nacht. Zudem fehle noch immer der Beweis, dass die zusätzliche Lärmbelastung der Kommunen im Bereich des „Segmented Approach“ eine Entlastung in anderen, bisher stark belasteten Gebieten gebracht habe. Eben diese „Lärmverteilung“ war eines der Hauptargumente bei der Einführung des gestaffelten Anflugs.

„Wir zeigen als Region eine Solidarität“

„Im Moment ist es für die beteiligten Kommunen ungemein wichtig, dass alle an einem Strang ziehen“, betont Bürgermeister Hoffmann: „Wir zeigen als Region eine Solidarität, die uns im Streit mit dem Prozessgegner Bundesrepublik Deutschland stärker macht.“ Dieses gemeinsame Vorgehen werde in den politischen Gremien über Parteigrenzen hinweg getragen und unterstützt.

Lesen Sie auch zu diesem Thema:

Fluglärm gibt es nun jede Nacht

Route einfach festgelegt

Als optimale Lösung bezeichnen die Bürgermeister der klagenden Kommunen ein Nachtflugverbot für den Flughafen Frankfurt, so wie es an anderen Flughäfen auch gilt. Zumindest aber müsse am Ende eine für alle Beteiligten verträgliche Lösung stehen.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de/matchka

Kommentare