Tribüne soll erweitert werden

Mehr Platz für Handballfans der HSG

+
Bei den Heimspielen des Drittligisten bleibt auf der Tribüne kein Sitz frei, wie hier beim Sieg über die HF Springe im Oktober.

Nieder-Roden - Bei den Heimspielen der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Rodgau sollen in der nächsten Saison mehr Fans zusehen können. Die Stadt Rodgau will die Tribüne der Sporthalle Wiesbadener Straße so erweitern, dass ein Drittel mehr Zuschauer Platz finden. Von Ekkehard Wolf 

Einen Teil der Umbaukosten tragen die Vereine. Seit fast zwei Jahren ist die HSG mit der Stadt im Gespräch über eine größere Tribüne. „Die Zuschauerkapazität ist nicht ganz Drittliga-optimiert“, sagte HSG-Pressesprecher René Marzo damals gegenüber unserer Zeitung: „Da wir keine neue Halle für fünf Millionen Euro bauen können, müssen wir gucken, wie wir die Kapazität erhöhen können.“ Nicht nur auf der Tribüne wird es eng: Empfindliche Engpässe sind auch bei der Bewirtung und in den Toiletten spürbar.

Die Handball-Spielgemeinschaft besteht seit Juli 2013. Sie verbindet die beiden Vereine TG und SG Nieder-Roden. Die HSG tritt mit fünf Mannschaften in hohen Spielklassen an: die Männer in der dritten Liga, der Landesliga und der Bezirksoberliga, die Damen und die Jugend jeweils in der Oberliga.

Alles zur HSG Rodgau

Bei Derbys der Baggerseepiraten müssen die Zuschauer 60 bis 90 Minuten vorher da sein: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Nur wer eine Dauerkarte besitzt, hat Anspruch auf einen Sitzplatz. 438 Zuschauer finden offiziell auf der Tribüne Platz, wenn alle zusammenrücken. Stehplätze sind nur in Ausnahmefällen möglich. Dabei muss der Veranstalter besondere Bedingungen erfüllen, zum Beispiel zusätzliche Ordner stellen.

Der Magistrat will die Tribüne von 438 auf 584 Plätze erweitern, einen neuen Toilettentrakt bauen und das Zuschauerfoyer vergrößern. Der geplante Anbau hat knapp 200 Quadratmeter. Wegen der größeren Tribüne müssen Notausgänge versetzt werden. Das alles soll rund 550.000 Euro kosten.

HSG Rodgau Nieder-Roden gewinnt Derby gegen Hanau: Fotos

Dabei nimmt die Stadt auch die Vereine in die Pflicht. Für TG und SG Nieder-Roden kommt das nicht unerwartet. Die Trägervereine der HSG müssten wohl „eine signifikante Eigenbeteiligung“ aufbringen, wusste René Marzo schon im Juli letzten Jahres. Die Einigung sieht nun so aus: Die TG Nieder-Roden bezahlt die Tribüne und das vergrößerte Foyer und erhält einen Zuschuss von 135.000 Euro aus der städtischen Vereinsförderung. Gleichzeitig schließen Stadt und HSG eine Art Pachtvertrag über 25 Jahre. Demnach dürfen die Handballer die Sporthalle über den Schulsport hinaus fast ausschließlich nutzen, müssen aber die üblichen Nutzungsgebühren bezahlen. Bereits seit 2008 besteht eine Vereinbarung, wonach die Vereine Hausmeisterdienste übernehmen und dafür eine Entschädigung erhalten.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare