Große Erdbewegungen in Hainhausen

Mehr Platz für die Rodau

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Die naturnahe Gestaltung dieses Rodauabschnitts ergänzt die schon bestehende Renaturierung I (Hainhausen/Jügesheim) aus den Jahren 2004 bis 2006 und soll die Gewässerqualität verbessern.

Hainhausen (bp) ‐ Die Rodau bei Hainhausen bekommt ein neues Gesicht. Unweit der Wilhelm-Leuschner-Straße verändern Mitarbeiter der Firma Landschaftspflege Kay Ditzel aus Büdingen den Bachlauf. Sie legen Mäander, einen Totarm und Flutmulden an. Das Unternehmen setzt einen Schlepper ein, der auf extrem breiten Reifen fährt. Dies soll den Flurschaden begrenzen.

Die Renaturierung ist ein naturschutzrechtlicher Ausgleich für den Bau des Feuerwehrhauses Mitte und kostet 60 000 Euro. Mit der Fertigstellung ist bis zum Freitag zu rechnen. Auf einer Länge von etwa 120 Meter wird ein großräumiger Mäander mit einer kleinen Insel und einem Totarm ausgehoben. Der Mäander mündet in eine schon bestehende gegenüberliegende Uferaufweitung. Eine weitere Uferaufweitung am östlich gelegenen Ufer bildet den Abschluss. Die Einbringung von Totholz, befestigt mit Wasserbausteinen, bietet Kleinlebewesen neue Strukturen. Der Rodau vorgelagert entsteht durch Absenkung des Geländes eine Flutmulde, die zusätzlichen Stauraum und gleichzeitig amphibischen- und auentypischen Lebensraum schafft.

Nach Fertigstellung der Bauarbeiten werden die Flutmulden neu eingesät. Das Ufer bleibt, wie es ist. Schilfartige Pflanzengesellschaften (Röhricht) sollen sich dort frei entfalten.

Quelle: op-online.de

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