Meisen gegen die Raupen

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Erste Stadträtin Hildegard Ripper assistierte die Nabu-Vorstandsmitglieder Rudolf Gathof (Mitte) und Alwin Kröck (rechts) beim Aufhängen der Nistkästen für Meisen.

Rodgau - (eh) In den Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner hat sich nun auch der Naturschutzbund (Nabu) Rodgau eingeschaltet. Gemeinsam mit der Ersten Stadträtin Hildegard Ripper hängten Ehrenamtliche zehn Vogelnistkästen rund um die Waldfreizeitanlagen Weiskirchen und Jügesheim auf.

Zuvor hatten der Nabu und Förster Bernhard Gerstner die optimalen Standorte ermittelt. Die Kästen bieten den Meisen als natürliche Feinde des Prozessionsspinners Chancen, die zweite Brut in diesem Jahr aufzuziehen. Der Forstamtmann hatte ein Meisenpaar bei der Jungenaufzucht beobachtet, wie es ein Nest der Schmetterlingsraupen regelrecht als Vorratsschrank benutzte und innerhalb einer Woche leer fraß.

Zwar sind sich Förster und Naturschützer einig, dass auch der Schmetterling seinen Platz im Ökosystem hat. Trotzdem gilt es Unfälle - besonders mit spielenden Kindern - zu vermeiden. Die Brennhaare der Raupen lösen bei Kontakt einen nahezu unerträglichen Juckreiz aus.

Der Schmetterling ist bedingt durch die Klimaveränderung in den letzten Jahren aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland eingewandert.

Quelle: op-online.de

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