Umbau oder Neubau?

Millionen für neuen Recyclinghof

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Der Verwaltungsbau der Stadtwerke im Gewerbegebiet Jügesheim ist viel zu klein. Seit zwei Jahren wird über eine Erweiterung diskutiert. - Foto:  

Rodgau - Umbau oder Neubau? Über die Zukunft des Recyclinghofs im Gewerbegebiet Jügesheim diskutiert derzeit die Betriebskommission der Stadtwerke Rodgau. Das Regierungspräsidium fordert bauliche Änderungen, damit die wertstoffhaltigen Abfälle der Umwelt nicht schaden.

Unter anderem muss das wasserdurchlässige „Knochenpflaster“ durch eine versiegelte Oberfläche ersetzt werden. Zurzeit prüfen die Stadtwerke, ob ein Umbau oder ein Neubau des Recyclinghofs besser ist. Finanziell sind beide Möglichkeiten offen. Im Wirtschaftsplan der Stadtwerke für 2014 stehen 1,95 Millionen Euro für den Recyclinghof bereit. Dieser Plan wurde am Montag im Stadtparlament mit Mehrheit beschlossen, nur CDU und Linke stimmten dagegen.

Durch einen Neubau des Recyclinghofs an anderer Stelle würde an der Hans-Böckler-Straße Platz für ein größeres Verwaltungsgebäude frei. Das vorhandene Haus war schon beim Erstbezug zu klein. Seither sind die Aufgaben des Eigenbetriebs kräftig gewachsen, unter anderem um Kanalisation und Kläranlage, Bauhof, Friedhöfe und Abfallwirtschaft. Die mehr als 100 Mitarbeiter verteilen sich auf fünf Standorte. Einige sitzen in Containerbüros.

Wie teuer das neue Betriebsgebäude wird, ist noch unklar. Im Wirtschaftsplan stehen 2,73 Millionen Euro, auf fünf Jahre verteilt. Die CDU-Fraktion hält das für unseriös, wie Anette Schweikart-Paul am Montag im Stadtparlament sagte. Ausgaben und Ermächtigungen für künftige Jahre dürften erst veranschlagt werden, wenn es konkrete Pläne gebe: „Gesehen haben wir davon bisher nichts.“ Auch einen Umbau des Recyclinghofs lehnte die CDU-Rednerin ab: „Der Recyclinghof ist vielleicht nicht der schönste, aber er erfüllt seinen Zweck.“

Bilder: Recycling ist sexy

Recycling ist sexy

Kritik äußerte Schweikart-Paul an der personellen Entwicklung: Der Stellenplan erwecke den Eindruck, die Stadtwerke stellten „nur noch Häuptlinge und keine Indianer“ ein: eine kaufmännische Leitung, eine Bereichsleitung Kundenservice/Recht/Satzungen sowie eine/n Juristen. Die Stadtwerke begründen dies mit dem Umbau der Führungsstruktur. Laut Bürgermeister Jürgen Hoffmann sind derzeit acht Stellen unbesetzt. Dadurch spart der Eigenbetrieb rund 300.000 Euro Personalkosten im Jahr.

eh

Quelle: op-online.de

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