Aus für Minigolf am Wasserturm

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Ein trostloser Anblick: die verlassenen Minigolfbahnen am Jügesheimer Wasserturm.

Jügesheim (eh) - Die Zeiten des Minigolfspielens am Wasserturm sind endgültig vorbei. Dies bestätigte Bürgermeister Jürgen Hoffmann jetzt auf Anfrage: „Eine Minigolfanlage in Jügesheim wird es nicht mehr geben.“

Im April letzten Jahres hatte der Magistrat noch gemeldet, die Anlage bleibe „vorerst“ geschlossen. Die Mängelliste ist lang: Stolperfallen auf den Gehwegen, alte Eternitbahnen, Schäden am Kiosk- und Toilettenhäuschen.

„Derzeit wird geprüft, welchen Kostenumfang eine Instandsetzung annehmen kann“, hieß es im vergangenen Jahr. Diese Prüfung ist offenbar abgeschlossen. „Da müsste man große Summen hineinstecken“, sagt Bürgermeister Hoffmann. Stadtrat Michael Schüßler weist darauf hin, Bahnengolf und ein Kiefernwäldchen stünden „in einem natürlichen Spannungsverhältnis“. Will heißen: Die flach wurzelnden Bäume ließen in Zukunft weitere Schäden erwarten.

Kein Verkauf als Bauland möglich

In Zahlen: Eine Sanierung der maroden Anlage dürfte laut Stadt rund 75.000 Euro kosten, der Abriss 20.000 Euro. Was aus dem Gelände am Wasserturm wird, steht noch nicht fest. Ein Verkauf als Bauland ist derzeit nicht möglich, da das Areal als Grünbereich ausgewiesen ist. „Wir sind dabei, uns Gedanken zu machen, wie es weitergeht“, so Hoffmann, es gebe aber zurzeit wichtigere Dinge in der Stadt. Für Minigolfspieler stehe weiterhin eine Anlage in Dudenhofen an der Bleichstraße zur Verfügung.

Die große Zeit des Bahnengolfsports in Jügesheim liegt schon Jahrzehnte zurück. Der Minigolfclub (MGC) Jügesheim gründete sich 1965. Von 1966 bis in die 70-er Jahre hinein wurden sogar Rodgau-Turniere im Bahnengolf ausgetragen. Die Herrenmannschaft des MGC war von 1970 bis 1975 Hessenmeister. Einzelspieler aus Jügesheim brachten es noch bis 1985 zu Meistertiteln auf Landesebene. Der MGC Jügesheim ist einer von 21 Vereinen im Hessischen Bahnengolf-Sportverband. Jügesheimer Spieler nahmen in den letzten Jahren aber nur noch vereinzelt an Turnieren teil.

Quelle: op-online.de

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