Möbelkette zieht aus Rodgau fort

Nieder-Roden (eh) - Die Möbelhandelskette XXXL verlagert einen Teil ihrer Logistik von Rodgau nach Mannheim. Betroffen sind 150 Mitarbeiter. Sie verlieren ihre Arbeitsstellen in Nieder-Roden.

Die Unternehmensgruppe hat ihnen Arbeitsplätze an anderen Standorten angeboten. Allerdings ist nicht jeder so ungebunden, dass er wegen des Jobs umziehen kann.

Vor rund sechs Jahren war die Firma Mann Mobilia mit 70 Mitarbeitern in das ehemalige IBM-Lager eingezogen,. Nun ordnet das Unternehmen seine Logistik neu.

„Das Service-Center in Rodgau ist angemietet und der Mietvertrag läuft zum 31. August aus. Dagegen verfügen wir in Mannheim über eigene Lagerkapazitäten, die durch den Neubau des Zentrallagers in Uffenheim frei wurden“, teilt XXXL-Pressesprecher Julian Viering mit. Durch den Umzug spare das Unternehmen einen hohen sechsstelligen Betrag an Mietkosten pro Jahr.

„Wir haben allen 150 Mitarbeitern in Rodgau Ersatzarbeitsplätze an verschiedenen Standorten der XXXL-Unternehmensgruppe angeboten“, so Viering. „Die 15 Auszubildenden können ihre Ausbildung in anderen Betrieben der Gruppe fortsetzen.“

Für Kunden soll sich nichts ändern

Von Rodgau aus werden hauptsächlich die Kunden der Möbelhäuser XXXL Mann Mobilia in Dreieich und Eschborn beliefert. Für die Kunden soll sich durch den Umzug des Lagers nichts ändern.

„Wir sind zuversichtlich, dass sich bald ein Nachfolgenutzer findet“, sagt Bernhard Schanze, der Leiter der Agentur für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing im Rodgau-Rathaus. „Grundsätzlich sind Hallenkapazitäten nach wie vor gefragt.“ Wenn die Immobilie erst neu vermietet sei, gebe es dort auch wieder Arbeitsplätze.

Mit der Größe des neuen XXXL-Logistikzentrums in Uffenheim kann das ehemalige IBM-Lager freilich nicht mithalten. Erst im vergangenen Jahr hat die Möbelkette ihr Warendrehkreuz an der Autobahn A 7 um 40.000 auf 110.000 Quadratmeter erweitert. 100 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

Die XXXL-Möbelhäuser sind mit einem Jahresumsatz von rund 2,8 Milliarden Euro nach eigenen Angaben die zweitgrößte Möbelhandelsgruppe der Welt. Die Unternehmensgruppe betreibt in neun europäischen Ländern 194 Einrichtungshäuser und beschäftigt rund 17.700 Mitarbeiter, davon allein 9.600 Personen in Deutschland.

Quelle: op-online.de

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