„Momo“ verbindet Generationen

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Eine bunt gemischte Schauspieltruppe will „Momo“ im Oktober auf die Bühne bringen. Die Welttheater-Gruppe inszeniert erstmals ein Kinder- oder Jugendstück.

Nieder-Roden ‐ Die Theatergruppe „Großes Welttheater“ löst ein altes Versprechen ein: Erstmals inszeniert sie ein Kinder- und Jugendstück. Von Ekkehard Wolf

Mit „Momo“ von Michael Ende hat der Verein allerdings eine Vorlage ausgewählt, die auch Erwachsene anspricht. Für die Aufführungen am 1., 2. und 3. Oktober ist das Bürgerhaus Nieder-roden reserviert. Die Proben haben begonnen. Das Theaterprojekt verbindet Generationen. Das sieht man schon an der Zusammensetzung des Ensembles - einer bunten Truppe im Alter von acht bis 70 Jahren. Mitten drin Momo, gespielt von der jungen Lena Sarbu aus Weiskirchen.

Lena Sarbu spielt die Hauptrolle.

Bei der Besetzung der Rollen konnte die Theatergruppe aus dem Vollen schöpfen. Viele Kinder und Jugendliche sind durch Familienmitgliedschaften bereits Mitglieder im Verein, weil ihre Eltern oder Großeltern schon seit Jahren mitspielen. Das Regieteam besteht aus Günter Seebäck, einem langjährigen Akteur auf und hinter der Bühne, und Melanie Wörner, die bereits als Sängerin zu erleben war. Seebäck hatte bereits beim „Datterich“ als Co-Regisseur von Christa Wolf die Fäden in der Hand gehalten.

Thema: Probleme der Gesellschaft mit Zeit und Geld

Das 1973 erschienene und mehrfach verfilmte Buch „Momo“ ist mehr als ein Kindermärchen. Die Handlung steht als Allegorie für einen abstrakten Sachverhalt, nämlich die Probleme unserer Gesellschaft mit Zeit und Geld. Mit dieser Auswahl ist sich die Theatergruppe treu geblieben. Auch frühere Stücke („Großes Welttheater“, „Das Mädchen aus der Feenwelt“, „Besuch der Alten Dame“) waren allegorisch angelegt. Und wie „Das Mädchen aus der Feenwelt“ hat auch das aktuelle Stück einen längeren Titel: „Momo oder: Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte“.

Eine kurze Szene aus „Momo“ war schon beim Theater-Wein-Heurigen im Herbst als „Appetithäppchen“ zu sehen.

Quelle: op-online.de

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