Monika Jäger öffnet ihr Atelier

Filigrane Tuschebilder vom Rodgauer Feld

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Monika Jäger zeigt einige ihrer Arbeiten auf handgeschöpftem Papier.

Jügesheim - Handgeschöpftes Papier, Zeichungen und Arbeiten mit Tusche: Monika Jäger zeichnet vorzugsweise Landschaften und Gesichter. Von Simone Weil 

Dabei fließt die Natur aus ihrer nahen Umgebung in ihrer Heimatstadt Rodgau genauso ein wie Eindrücke vom Aufenthalt in Paris oder einprägsame Bilder vom Tagesgeschehen aus der Zeitung. Insbesondere durch das selbst gemachte Papier mit seiner unterschiedlichen Struktur und diversen Farben, auf dem die filigranen Zeichnern entstehen, entwickelt sich ein spannender Dialog. Das Material verführt die 26-Jährige zum Experimentieren mit verschiedenen Werkstoffen, die in dem Papierbrei mitverarbeitet oder nachträglich eingesetzt werden wie zum Beispiel beim Besticken mit Garn. Innerhalb des Kultursommers Südhessen lädt Monika Jäger fürs Wochenende 20. und 21. September ein und öffnet am Samstag und Sonntag, jeweils von 12 bis 18 Uhr, ihre Türen in der Klostergartenstraße 3a in Jügesheim.

Bei hoffentlich schönem Wetter will die Künstlerin ihre Landschaftsbilder in Tusche im Garten zeigen und in die Bäume hängen, während die Zeichnungen auf handgeschöpftem Papier in ihrem Arbeitszimmer gezeigt werden. Weil auch Gedichte eine Rolle spielen, soll es an beiden Tagen jeweils um 14 und um 16 Uhr Lesungen mit Texten von Katrin Gola, Isabel Kohlhase und Monika Jäger geben, die von ihren Werken inspiriert sind. Die 26-Jährige studiert in Frankfurt Kunstgeschichte und -pädagogik, will nach der Magisterprüfung noch promovieren und hofft, wissenschaftliche und künstlerische Arbeit auch später verknüpfen zu können.

Eindrücke von der Dürer-Ausstellung im Städel

Impressionen von der Dürer-Ausstellung im Städel

Denn die Rodgauerin vermittelt gerne ihre Fertigkeiten beim Papierschöpfen in Kursen und engagiert sich an Schulen: Dabei wird den Kindern eine Geschichte vorgelesen, zu der sie Bilder malen und ein Leporello basteln. Ein solch prachtvolles Künstlerbuch nennt die junge Frau ihr eigen: Das originelle Faltwerk ist aus bläulicher Pappe gestaltet, in das ein selbst verfasstes Gedicht eingeflossen ist. Der Band ist zum persönlichen Schatz geworden, von dem sie sich nicht trennen mag.

Quelle: op-online.de

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