„Moulin Rouge“ im Ruhrgebiet

+
Die „Smiling Faces“ sind bereit für die Deutschen Meisterschaften.

Dudenhofen (pul) ‐ Die Generalprobe ist geglückt. Mit viel Esprit und Geschicklichkeit präsentierten die „Smiling Faces“, die Einradfahrer des TSV Dudenhofen, ihr Programm für die Deutschen Meisterschaften in Bottrop.

Aushängeschilder sind sicherlich die beiden Wettkampfgruppen der Abteilung. Die U 15-Mädchen, Deutsche Juniorenmeister in der Gruppenkür, radelten sich mit ihrer sechsminütigen Kür in die Herzen der Zuschauer.

Deutsche Vizemeister sind bereits die jungen Damen der Gruppe „15+“. In einer Hommage an das berühmte Pariser Varieté „Moulin Rouge“ wirbelten die grazilen Einradakrobatinnen mit Federboas und wechselweise mit Chapeau Claque durch die Halle der Claus-von-Stauffenberg Schule.

Passend eingekleidet wurden die Teenager von Maria Gossmann, die sicher auch die Daumen drücken wird, wenn der TSV seine Einradkünstler am kommenden Wochenende bei den Titelkämpfen im Freestyle in Bottrop ins Rennen schickt. Dann haben neben den vielen hoffnungsvollen Talenten und den Wettkampfgruppen besonders Lea Jäger und Lara Schmied, Jana Perizonius sowie Inga Kern und Karina Lach gute Chance, aufs Treppchen zu gelangen.

Bilder der Generalprobe

Einradfahrer fit für Freestyle-DM

Ganz oben auf dem Podest schon angekommen ist Paul Chen aus Schaafheim. Mit viel Raffinesse und Spritzigkeit zeigte der Profi als Gaststar, was die Sportart so attraktiv macht: der Balanceakt zwischen Körperbeherrschung, Akrobatik und Grazie. Treppensteigen und Trampolin springen sind für den Schaafheimer kein Problem – natürlich alles auf dem Einrad.

Ähnliche Tricks, wie die Programmteile der Küren genannt werden, bringen auch die Trainerinnen Jana und Sarah Schadow sowie Elke Dubberstein und Melanie Weidmann ihren Schützlingen bei. Was die „Smiling Faces“ vor fast voll besetzten Rängen mit einer geradezu spielerischen Leichtigkeit präsentierten, muss zuvor über Jahre hinweg in permanentem Training erlernt werden. Beim Aufstieg fängt es an. Ein Pedal steht ganz unten, dann heißt es für die kleinen Akrobaten mit Schmackes auf das Trainingsgerät und Gleichgewicht halten bis zum Abwinken. Davon kann Inga Kern (15) ein Lied singen. Zur Vorbereitung auf die Meisterschaften trainiert sie fünf Mal pro Woche. Dann heißt es, die einzelnen Tricks üben und immer wieder die Kür durchfahren.

Bei Anfängern steht die Wand der Trainingshalle dabei Pate. Für Abteilungsleiterin Elke Dubberstein sind die ersten Gehversuche der Neulinge immer mit Angstschweiß verbunden. Aber der Andrang auf die begehrten Plätze bei den „Smiling Faces“ (es existiert sogar eine Warteliste) sowie der Erfolg der Aktiven zeigt deutlich: Der Aufwand der letzten Jahre hat sich gelohnt.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare