Unbekannter schmeißt Unrat in Hof

Müll-Attacken in Dudenhofen

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Einfach eklig, was im Hof von Gertrud Ripper landet.

Dudenhofen - Gertrud Ripper und ihre Familie sind ratlos. Gegen den Müll-Terror, dem sie seit zwei Jahren ausgesetzt sind, scheint kein Kraut gewachsen zu sein.

Immer wieder wirft ein Unbekannter etwa zwischen Mitternacht und 4.30 Uhr Abfälle über das Hoftor an der Dr.-Weinholz-Straße 42. Dazu muss sich der Täter richtig strecken. Das Tor ist immerhin 1,80 Meter hoch. Stets landet ausschließlich der Müll im Hof. Der unheimliche Müll-Werfer schüttet den Dreck also aus und nimmt den Sammelbehälter dann mit. „Zuerst dachten wir an einen dummen Streich“, sagt Gertrud Ripper. Inzwischen ist sie aber skeptisch und beunruhigt. Dazu bietet auch der Zustand des Mülls Anlass. Denn der Unrat wird offenbar über längere Zeit gesammelt, bevor es zur Müll-Attacke kommt. „Die Bananen- und Obstschalen, die bei uns in den Hof geschmissen werden, sind immer schon total ausgetrocknet“, erläutert Gertrud Rippers Schwiegersohn Uwe Groffik.

Auffällig ist auch, dass es der Täter bewusst vermeidet, in der unappetitlichen Wurfsendung verwertbare Spuren zu hinterlassen. Einkaufszettel, weggeworfene Werbepost, Notizen: alles Fehlanzeige. „Das muss System haben“, vermutet Uwe Groffik. Zuletzt am vergangenen Samstag musste er wieder einmal Müll im Hof auflesen: Bananenschalen, Orangenschalen, Gänseknochen, Plastikbehälter, in denen Schafskäse und Fleischsalat gewesen waren und Asche. „Asche war jetzt das erste Mal dabei.“ Inzwischen sind die Ordnungsbehörden eingeschaltet, und die Polizei hat ein Auge auf den Fall. Die Familie kann sich keinen Reim auf die Vorfälle machen. „Wir leben hier mit allen friedlich zusammen.“

Ähnlichen Müll-Terror gab es vor genau einem Jahr in Nieder-Roden. Im Garten eines Hauses unweit der Sparkasse lag immer wieder Abfall. Darunter mehrfach auch mysteriöse Dinge wie Spielkarten. Auch in diesem Fall entfernte der Verursacher immer penibel alle Indizien aus dem Dreck. Rückschlüsse waren unmöglich. Bei der Vertuschung gab sich der Müll-Werfer richtig Mühe. Zum Beispiel weichte er von Flaschen die Etiketten ab.

bp

Quelle: op-online.de

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